Profite mit dem Tod: In mehr als 300 Fällen sollen Friedhofsbedienstete im US-Staat Illinois Tote ausgegraben und deren Grabstellen weiterverkauft haben.
In der Nähe von Chicago haben mehrere Friedhofsangestellte offenbar über Jahre hinweg Gräber geschändet, um die Parzellen anschließend weiterzuverkaufen. Das meldeten US-Medien am Donnerstag. Die Leichen hätten sie auf einem abgelegenen Teil des historischen Burr-Oak-Friedhofs in Alsip, rund 30 Kilometer südlich von Chicago, deponiert.
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Schockierte Angehörige: Bislang ist unklar, welche Gräber von Friedhofsbediensteten bei Chicago geschändet wurden, um zwielichtige Geschäfte zu machen. (© Foto: AFP)
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Knochen und zertrümmerte Grabsteine seien in einem überwucherten Teil des Burr-Oak-Friedhofs in Alsip entdeckt worden, sagte Sheriff Tom Dart der Chicago Tribune. "Was wir gefunden haben, war mehr als verblüffend und abscheulich."
Vier Mitarbeiter des Friedhofs, auf dem mehrere berühmte Afroamerikaner wie etwa die Blues-Sängerin Dinah Washington beigesetzt sind, seien angeklagt worden, sagten Ermittler. Die mutmaßlichen Täter sollen durch den Weiterverkauf der Grabstellen binnen vier Jahren womöglich Hunderttausende von Dollar kassiert haben.
Die Taten blieben offenbar so lange unentdeckt, weil vor allem ältere Gräber geräumt wurden, die schon länger nicht mehr besucht wurden, wie Sheriff Dart sagte.
Die Behörden waren den Vorgängen vor sechs Wochen auf die Spur gekommen, nachdem sie einen Tipp wegen möglicher finanzieller Unregelmäßigkeiten bei der Friedhofsverwaltung bekamen.
Welche Grabstellen genau geschändet wurden, ist bislang unklar. Offenbar befand sich aber keine der Prominenten-Ruhestätten darunter. Neben Washington sind in Burr Oak auch der Box-Weltmeister Ezzard Charles begraben sowie Emmett Till, der als 14-Jähriger in Mississippi 1955 brutal misshandelt und umgebracht wurde.
Die Proteste, die der Mordfall nach sich zog, gelten als einer der Auslöser der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA.
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(Reuters/dpa/grc/cag)
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"Offenbar befand sich aber keine der Prominenten-Ruhestätten darunter."
Ja dann.....
Ist das nicht ganz normale US-Marktwirtschaft?