Ein 50-jähriger Arzt ist der US-Polizei ins Netz gegangen, als er über das Internet ein Mädchen für einen sexuellen Missbrauch bestellen wollte. Bei seiner Festnahme hatte der Mann diverse Utensilien für den erwarteten Sexualkontakt in seinem Gepäck.
Ein Kinderschänder aus Albstadt in Baden-Württemberg ist in den USA zu 17 Jahren und 7 Monaten Haft verurteilt worden. Das teilten die Justizbehörden in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio mit. Der 50-jährige Arzt war der Polizei ins Netz gegangen, als er über das Internet ein Mädchen für einen sexuellen Missbrauch bestellen wollte.
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Falle der US-Ermittler
Nach Angaben der Ermittler bot er 1150 US-Dollar (gut 800 Euro) für ein achtstündiges Treffen mit einem elfjährigen Mädchen. Als er im März von Stuttgart nach Cleveland flog, um das Mädchen zu treffen, klickten in den USA die Handschellen. Der 50-Jährige hatte die Vorwürfe zugegeben.
US-Ermittler hatten die Internetseite im September 2009 erstellt, um internationale Kindersex-Touristen in eine Falle zu locken. Der Arzt aus Albstadt geriet schnell ins Visier der Fahnder. Monatelang habe er im Internet versucht, sexuellen Kontakt zu minderjährigen Mädchen zu bekommen. Die US-Ermittler machten ihm schließlich das Angebot, die Elfjährige zu treffen, die in Wahrheit nie existierte.
Weitere Männer in Haft
Die verdeckten Fahnder empfahlen dem 50-Jährigen, alles einzupacken, was er für das Mädchen brauche, und in die USA zu kommen. Bei seiner Festnahme hatte er unter anderem Fesseln und Sexspielzeug in seinem Gepäck. Auch ein Beruhigungsmittel für das Mädchen hatte er dabei - für die Ermittler war das genügend Beweismaterial. Nach einem Bild-Bericht hatte der Mediziner vor Gericht gesagt, er empfinde ein "Gefühl der Schande". Bei seinem Appell zur Milde zählte er seine Verdienste als Militärarzt unter anderem im Kosovo und in Afghanistan auf. "Mein Leben ist zerstört, dennoch möchte ich weiter helfen, wo immer ich noch kann", sagte der 50-Jährige dem Bericht zufolge.
Insgesamt waren den Ermittlern vier Männer ins Netz gegangen, die auf der fingierten Internet-Seite Geld für Sex mit Minderjährigen geboten hatten. Unter ihnen war auch ein 63-Jähriger aus Leipzig, der bislang noch nicht verurteilt wurde.
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(dpa/grc)
Studie von UN-Kinderhilfswerk