Heftige Schneestürme und Eisregen haben im Nordosten der USA den Verkehr zum Erliegen gebracht. Mindestens vier Menschen starben.
Ein Wintersturm mit Eisregen und heftigen Schneefällen hat weite Teile der US-Ostküste lahmgelegt. Mindestens vier Menschen kamen bei Unfällen ums Leben. Hunderte Flüge fielen aus, zahlreiche Schulen wurden geschlossen.
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Plötzlicher Wintereinbruch im Osten der USA: Ein Autoverkäufer schaufelt in Maryland seine Wägen frei. (© Foto: AFP)
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In den meisten betroffenen Gebieten wurden bis zu 30 Zentimeter Schnee erwartet. Selbst in südlichen Staaten wie Alabama und Georgia gab es am Montag über zehn Zentimeter Neuschnee. Im Süden waren Hunderttausende Haushalte ohne Strom.
Allein in New Jersey kam es am Montag zu mehr als 500 Verkehrsunfällen. In North Carolina standen Autofahrer nach einem Unfall 25 Kilometer weit im Stau. In Raleigh wurden mehr als acht Zentimeter Schnee gemessen, in Teilen von Tennessee gab es nach Angaben des Wetterdienstes so viel Schnee wie seit mehr als 40 Jahren nicht. Im New Yorker Central Park waren es 18 Zentimeter, in Long Island teilweise mehr als 30 Zentimeter.
An den drei größten Flughäfen um New York fielen rund 950 Verbindungen aus, in Philadelphia waren es fast 300. Der Internationale Flughafen Logan in Boston musste für 40 Minuten geschlossen werden, mehrere hundert Flüge wurden gestrichen.
In Städten wie Philadelphia und der Hauptstadt Washington wurde der Notstand erklärt. Der Gouverneur von Maryland, Martin O'Malley, rief die Bürger dazu auf, die Autos stehen zu lassen und öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Allerdings mussten auch zahlreiche Busverbindungen wegen des Schneechaos gestrichen werden.
Dürre-Notstand in Kalifornien
Kalifornien dagegen kämpft gegen die Dürre: Nach drei ungewöhnlich trockenen Jahren hatte Gouverneur Arnold Schwarzenegger vor wenigen Tagen einen Notstand verhängt. Er rief Bürger und Kommunen auf, sofort Wasser einzusparen. Wenn freiwillige Maßnahmen nicht ausreichen und sich die Wetterlage nicht ändert, drohen Rationierungsmaßnahmen: So könnte das Bewässern von Gärten, häufiges Autowaschen und das Auffüllen von Swimmingpools verboten werden.
"Diese Krise ist genauso schwerwiegend wie ein Erdbeben oder heftige Waldbrände", warnte Schwarzenegger. Die Vorräte an Trinkwasser hätten einen historischen Tiefpunkt erreicht. Nach einem sehr trockenen Winteranfang fiel in den vergangenen zwei Wochen zwar Regen und Schnee, allerdings sehen die Meteorologen nur eine 15-prozentige Wahrscheinlichkeit für normale Niederschlagswerte in diesem Jahr.
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(AP/dpa/hai/ihe)
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