US-Bundesstaat New York Mindestens vier Tote bei Schießereien

Ein Mann schießt im US-Bundesstaat New York um sich und tötet vier Menschen, zwei weitere werden verletzt. Spezialkommandos der Polizei suchen den Täter - und finden in dessen brennendem Wohnhaus ein halbes Dutzend Waffen.

Mindestens vier Menschen sind im Norden des Bundesstaates New York erschossen worden. Ein Einwohner des Herkimer County, etwa 300 Kilometer nördlich der Stadt New York, habe in einer Auto-Waschanlage und einem Friseursalon auf Passanten geschossen, teilte die örtliche Polizei mit. Dabei seien außerdem zwei weitere Menschen verletzt worden.

Der mutmaßliche Täter soll einem Polizeisprecher zufolge am Morgen sein eigenes Haus in Brand gesteckt haben, ehe er zu den Tatorten fuhr. Eine lokale Zeitung berichtete, dass die Polizei etwa ein halbes Dutzend Schusswaffen aus einem brennenden Wohnhaus sichergestellt habe - in direkter Nachbarschaft des Friseursalons, wo sich eine der Schießereien ereignete. Welche Waffen der Täter benutzt hatte oder was ihn zu der Tat veranlasst haben soll, ist zunächst unklar.

Bis zum Mittag (Ortszeit) war der namentlich bekannte, 64-jährige Mann noch nicht gefasst. Nach Informationen eines örtlichen Fernsehsenders sollen sich aber Polizei und Einsatzteams um ein Juweliergeschäft in Herkimer versammelt haben.

Wegen der Schüsse seien nach Informationen der New York Times und örtlicher Medien mehrere Schulen gesperrt worden. Die Menschen seien außerdem angewiesen worden, ihre Häuser bis auf Weiteres nicht zu verlassen. Die Schießereien haben sich demnach in den Orten Herkimer und im angrenzenden Mohawk ereignet. Der Landkreis Herkimer liegt im ländlichen Norden des Bundesstaates und hat kaum etwas mit der vier Autostunden entfernt liegenden pulsierenden Metropole New York zu tun.

Anfangs gab es Meldungen, ein bewaffneter Mann habe sich in einem Gebäude verschanzt. Spezialkommandos der Polizei schwärmten aus, um den Schützen zu suchen. Die örtliche Polizei suchte mit Hubschraubern aus der Luft. Lokale Medien hatten zunächst von sechs Opfern gesprochen, das bestätigte die Polizei jedoch nicht.

Erst an Heiligabend hatte ein Mann Aufsehen erregt als er Feuer legte und aus einem Hinterhalt zwei der helfenden Feuerwehrmänner erschoss. Er hatte dazu das gleiche Sturmgewehr benutzt, mit dem nur zehn Tage zuvor ein junger Mann 20 Kinder in Newtown erschossen hatte.