Mit entschlüsselten Digitalfotos suchte Interpol im vergangenen Jahr nach dem kanadischen Pädophilen. Jetzt wurde der 33-jährige Christopher N. zu drei Jahren Haft verurteilt.

Der im vergangenen Herbst mit Hilfe entschlüsselter Digitalfotos gefasster kanadischer Kinderschänder ist am Freitag in Thailand zu einer Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden.

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Mildes Urteil - Christopher N. zeigte sich vor dem Gericht in Bangkok geständig. (© Foto: AFP)

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Das Gericht in Bangkok befand Christopher Paul N. der Entführung sowie des sexuellen Missbrauches eines 13-jährigen Jungen für schuldig, halbierte allerdings ein ursprünglich gesprochenes Strafmaß von sechs Jahren und sechs Monaten, weil sich N. sich geständig gezeigt hatte.

In einem weiteren Verfahren gegen den 33-Jährigen wegen Missbrauchs eines Neunjährigen, dem Bruder des ersten Opfers, steht das Urteil noch aus. Zu Beginn des Prozesses im Juni 2008 hatte N. sich in allen Anklagepunkten vor Gericht für nicht schuldig erklärt.

Der aus einem Vorort der westkanadischen Stadt Vancouver stammende Englischlehrer war im Oktober im Nordosten Thailands festgenommen worden. Er konnte identifiziert werden, nachdem Interpol ihn mit Hilfe von Digitalfotos zur weltweiten Fahndung ausgeschrieben hatte.

Grundlage dafür waren rund 200 Bilder, die N. selbst ins Internet gestellt hatte und auf denen mit Jungen aus Vietnam und Kambodscha zu sehen war.

Das Bundeskriminalamt (BKA) hatte das auf den Fotos digital verfälschte Gesicht des mutmaßlichen Täters rekonstruiert.

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(AFP/cag)