Der Mörder des Polizeibeamten Lieschied ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte "mit absolutem Vernichtungswillen" acht Schüsse auf den Polizisten gefeuert, um sich nach einem Raub den Fluchtweg frei zu schießen.

Der Mörder des Berliner Polizisten Uwe Lieschied ist zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

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Das Landgericht in der Hauptstadt sah es als erwiesen an, dass der 40-jährige Angeklagte den Polizeihauptkommissar im März des Vorjahres im sozialen Problembezirk Neukölln erschossen hatte, weil er einer Kontrolle entgehen wollte.

Der Angeklagte habe "mit absolutem Vernichtungswillen" acht Schüsse auf den Polizisten gefeuert, um sich nach einem Raub den Fluchtweg frei zu schießen, hieß es im Plädoyer des Anklägers. Ein Mitangeklagter soll nach Ansicht der Staatsanwaltschaft wegen schweren Raubes für sechseinhalb Jahre hinter Gitter.

Der 42-jährige Lieschied wurde von einer Kugel in den Kopf getroffen. Er lag mehrere Tage im Koma, bevor er starb. Der Tod des Polizisten hatte Berlin erschüttert.

Mehrere tausend Menschen nahmen mit einem bewegenden Trauermarsch durch die Hauptstadt Abschied. Lieschied hinterließ eine Frau und zwei Söhne.

Das Gericht folgte mit seinem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der verurteilte Mörder hatte im Prozess ein Geständnis widerrufen und seine Unschuld beteuert. Ein Komplize wurde wegen schweren Raubes zu fünf Jahren Haft verurteilt.

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(dpa)