Eltern dürfen ihr Kind "Djehad" nennen. Acht Jahre nach dem Terror des 11. Septembers gestattet ein Berliner Gericht den Vornamen, der übersetzt "Heiliger Krieg" heißt.
"Djehad" bedeutet "Heiliger Krieg". Trotzdem dürfen deutsche Eltern ihren Sohn "Djehad" nennen. Das Kammergericht in Berlin entschied, dass das Kindeswohl durch die Wahl dieses Vornamens nicht gefährdet sei.
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Der Standesbeamte hatte die beantragte Beurkundung dieses Namens im Geburtenbuch ursprünglich mit der Begründung abgelehnt, das Kindeswohl sei dadurch erheblich gefährdet: Der Begriff "Heiliger Krieg" habe in Deutschland seit dem 11. September 2001 eine stark negative Bedeutung erlangt. Das Kammergericht sah - wie zuvor das Amtsgericht und das Landgericht - die Namenswahl als unbedenklich an.
Bei "Djehad" handele es sich um eine im Arabischen auch als männlicher Vorname gebräuchliche Bezeichnung für die Verpflichtung des Muslimen zum geistigen und gesellschaftlichen Einsatz für die Verbreitung des Glaubens, hieß es zur Begründung. Der Gebrauch des Wortes als Vorname sei daher keineswegs verunglimpfend oder anstößig.
Daran ändere nichts, dass radikale Islamisten in jüngster Zeit den Begriff im Sinne eines bewaffneten Kampfes gegen Ungläubige verwendeten. Eine Einschränkung des Rechts der Eltern zur Namenswahl könne das nicht rechtfertigen. Auf die Motive der Eltern komme es nicht an.
(AZ: 1 W 93/07)
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(sueddeutsche.de/AP/abis/dmo)
Studie von UN-Kinderhilfswerk
Puh das ist hier aber schon wieder hitzog... okay der Camor mag keine Ausländer weil die halt anders sind und sowas stört ja schon gewaltig, aber bei Einigen kann ich die Aufregung nicht verstehen.
Gerade dass ein deutsches Gericht diesen Namen erlaubt zeigt doch die Überlegenheit freiheitlich demokratischer Strukturen im gegenzug zu Diktaturen und Verbotsherrschaften.
Vor allem möchte ich aber nochmal zu bedenken geben: "Es ist nur ein Name!" - Hallo aufwachen, denken... sicherlich sagt ein Name auch etwas aus, aber wohl eher weil 'irgendwas' damit assoziieren und mehr nicht. Beispielsweise erschrickt jeder wenn er hört das jemand Adolf heisst oder ein kleines Kind so genannt werden soll - aber ansich ist Adolf ein ganz normaler Deutscher Name den zufällig auch der Größte Volldiot aller Zeiten auch getragen hatt...
Mei, mei, hier kochen die Süppchenöpfe aber wieder gewaltig über...
Laut wikipedia bedeutet Dschihad 'Anstrengung, Kampf, Bemühung, Einsatz' und wird erst in einer längeren Formulierung zum Kampf für die Religion. Der Name klingt also ähnlich martialisch wie Gerhard oder Holger, die beide einen Speer schwingen.
Klar, jeder weiss was gemeint ist. Aber, zu unserem freiheitlichen Selbstverständnis gehört auch das Recht auf freie Wahl eines Vornamens. Übrigens finde ich, wird dieses Recht in Deutschland viel zu stark regelmentiert unter Berufung auf das ultimative Totschlagargument, das "Wohl des Kindes". Wissen Richter wirklich besser was gut für ein Kind ist, als seine leiblichen Eltern. Eine Perle wie 'Moon Unit Zappa' gäbe es in Deutschland nicht. Adolf hingegen geht.
Und so ein Vorname kann ja auch charakterbildend sein. Hierzu empfehle ich den Johnny Cash Klassiker: "A Boy Named Sue"
Gratulation an das Berliner Kammergericht für vollkommene Inkompetenz.
Angesichts der Bedeutung dieses Namens ist es ein Armutszeugnis, wenn ein Deutsches Gericht diesen auch noch zulässt!
...."Kreuzzug" dürfte ich mein Kind nicht nennen... Die Annahme, dass ein so eklatant religiöser Name ein Kind nicht gefährdet ist schon sehr weit hergegriffen. Schade, dass im Kammergericht Richter sitzen, die dann doch etwas sehr weltfremd sind...
Es ist erschreckend, dass der Staat in Gestalt dieses Gerichts solche Perversionen gestattet.
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