Unwetter in Indonesien Mehr als 100 Tote nach Erdrutschen

Auf der Insel Java sind mehr als 100 Menschen nach schweren Erdrutschen und Überschwemmungen ums Leben gekommen. Etwa 50.000 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen.

Die schweren Erdrutsche und Überschwemmungen in der vergangenen Woche auf der indonesischen Insel Java haben mehr als hundert Menschen das Leben gekostet. Zudem würden 54 Menschen noch vermisst, berichtete das Gesundheitsministerium in Jakarta.

Erdrutsch in Indonesien; Reuters

Mehr als 100.000 Menschen waren von den schweren Unwettern in Indonesien betroffen.

(Foto: Foto: Reuters)

Von den Unwettern waren nach offiziellen Angaben etwa 130.000 Bewohner betroffen. Etwa 50.000 mussten ihre Häuser verlassen und wurden in Notunterkünften untergebracht.

Am Donnerstag waren viele Bewohner in ihre Dörfer zurückgekehrt und hatten mit den Aufräumarbeiten begonnen. Nach Berichten eines privaten Rundfunksenders hatte das Wasser in einigen Bezirken bis zu 1,50 Meter hoch gestanden. Erdrutsche hatten 1600 Häuser zerstört, mehr als 7000 Gebäude seien zudem leicht beschädigt, meldeten die Behörden.

Nach wolkenbruchartigen Regenfällen hatten sich am Mittwoch vergangener Woche, dem dritten Jahrestag der verheerenden Tsunami-Katastrophe, auf Java tonnenschwere Schlammlawinen gelöst. Die Muren begruben ganze Dörfer unter sich.

Zudem traten vielerorts Flüsse über die Ufer. Indonesien wird jedes Jahr in der Regenzeit von heftigen Niederschlägen heimgesucht. Da viele Wälder illegal abgeholzt werden, hat der Boden ohne Baumwurzeln keine Haftung mehr.

Bei starken Regenfällen verwandeln sich die Erdmassen in todbringende Schlammlawinen. Im Dezember 2006 starben im Norden Sumatras ebenfalls mehr als hundert Menschen bei Erdrutschen, 200.000 flüchteten aus ihren Häusern.