Bei schweren Unwettern in Südfrankreich sind am Mittwochabend drei junge Deutsche beim Canyoning ertrunken.

Drei Deutsche, zwei Frauen und ein Mann wurden, sind beim Durchsteigen einer Schlucht des Bergbachs Baou, eines Seitenarms des Flusses Verdon, von den schnell anschwellenden Fluten erfasst und fortgerissen worden.

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Ihre neun Gefährten im Alter zwischen 25 und 35 Jahren seien gerettet worden, sagte der Unterpräfekt von Castellane, Serge Bideau, am Donnerstag der dpa. Sie seien "körperlich wohlauf, aber psychisch sehr mitgenommen". Die Urlaubergruppe kam aus der Gegend von Dortmund. "Der Canyon ist gut geeignet für Anfänger", sagte Bideau.

"Normalerweise sind im Baou nur fünf bis 15 Zentimeter Wasser und man kann die Schlucht gut hinabsteigen." Doch am Mittwoch habe es im Einzugsgebiet der Gorges du Verdon 50 Kilometer nordwestlich von Cannes heftig geregnet.

"Das Wasser schwoll blitzschnell an. Wir schätzen, dass die Gruppe von einer mehr als zwei Meter hohen Welle erfasst wurde", sagte Bideau. Die Urlauber hatten in Deutschland die Canyoning-Tour gebucht. Die deutschen Führer hatten ihre eigene Ausrüstung mitgebracht.

Seit einigen Tagen haben die Behörden Sportwandern und Paddeln für die Schlucht der Verdon untersagt, aber nicht für die kleinen Zuflüsse. Nachdem die deutsche Gruppe in Gefahr geraten war, hatten die Rettungskräfte mit Hubschraubern nach ihnen gesucht.

Die drei Leichen wurden noch am Abend geborgen. Eine junge Frau kam mit Unterkühlung in ein Krankenhaus. Die heftigen Gewitter führten zudem zu kleineren Überschwemmungen im Bereich der Pyrenäen. In Mourenx bei Pau mussten hunderte Einwohner aus ihren überfluteten Häusern geborgen werden.

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(dpa/grc)