Das Kinderhilfswerk wählt seine obere Riege neu. Jürgen Heraeus an der Spitze der deutschen Sektion soll Unicef aus der Krise helfen.

Der hessische Unternehmer Jürgen Heraeus ist neuer Vorsitzender von Unicef-Deutschland. Das teilte ein Unicef-Sprecher am Freitag in Berlin nach der ersten Sitzung des am Vortag neu gewählten Vorstandes mit.

Jürgen Heraeus; AP

Jürgen Hereaus tritt die Nachfolge von Heide Simonis an. (© Foto: AP)

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Heraeus folgt Unicef-Chefin Heide Simonis nach, die im Zuge der Verschwendungsvorwürfe gegen die deutsche Sektion des UN-Kinderhilfswerks zurückgetreten war.

Der promovierte Betriebswirt Heraeus ist Aufsichtsratshef des gleichnamigen Edelmetall- und Technologiekonzerns aus Hanau. Das weltweit tätige Familienunternehmen ist auf Edelmetalle, Dentalwerkstoffe, Quarzglas, Sensoren, Speziallichtquellen und Medizintechnik spezialisert.

Zu Stellvertreterinnen von Heraeus im Unicef-Vorstand wurden die Vorsitzende der Stiftung Deutsche Sporthilfe, Ann Kathrin Linsenhoff, und die Journalistin Maria von Welser gewählt.

Im Zuge der Affäre um Unicef-Deutschland war neben Simonis auch der langjährige Geschäftsführer Dietrich Garlichs zurückgetreten. Im Februar entzog zudem das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) der deutschen UNICEF-Sektion wegen mangelnder Transparenz das Spendensiegel.

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(AFP/mmk)