Unglück in Manhattan Viele Verletzte bei Fährunglück in New York

Bei einem Fährunglück in New York sind 85 Menschen verletzt worden. Eine Pendlerfähre aus New Jersey prallte bei der Ankunft an der Anlegestelle im südlichen Manhattan hart gegen ein Dock. Noch ist unklar, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

Bei einem Fährunglück in der US-Metropole New York sind am Mittwoch nach Angaben der Küstenwache 85 Menschen verletzt worden. Sieben von ihnen erlitten schwere, zwei sogar lebensgefährliche Verletzungen. Die aus New Jersey kommende Passagierfähre kollidierte um 8.45 Uhr (Ortszeit, 14.45 Uhr MEZ) mit einem Anlegesteg im Süden Manhattans.

An Bord waren den Angaben zufolge etwa 330 Menschen - offenbar vor allem Pendler, die sich auf dem Weg zur Arbeit in Manhattan befanden. Die Unfallursache war zunächst unklar. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, fuhr die Fähre Augenzeugen zufolge viel zu schnell auf den Anlegesteg zu. Ein Passagier sagte NBC, das Schiff sei mit "Vollgas" auf den Steg zugerast.

Die meisten Opfer wurden verletzt, als sie durch den Stoß Treppen hinunterstürzten. Der Katamaran wurde am Bug des Steuerbordrumpfes aufgerissen, blieb in dem ruhigen Wasser aber schwimmfähig. Auch einige Fenster splitterten. Eine Passagierin sagte dem Nachrichtensender CNN, sie habe sich wie bei einem Autounfall gefühlt. "Es gab einen starken Stoß", sagte sie. "Mehrere Leute wurden durch die Luft und auf den Boden geschleudert."

Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Verletzte von dem Schiff getragen wurden. Die Fähre dümpelte mit eine Loch im Bug vor der Anlegestelle Pier 11 im East River. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB kündigte eine Untersuchung des Unfalls an.

Immer wieder kommt es im Hafen von New York, wo sich der Atlantik, der East- und der Hudson River treffen, aber auch zu Fährunglücken. So prallte 2003 eine Staten-Island-Fähre mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Anlege-Kai. Elf Menschen starben, Dutzende wurden zum Teil schwer verletzt. Bei einem ähnlichen Unglück im Mai 2010 wurden ebenfalls Dutzende Passagiere verletzt.