Die Piloten wollten bei dichtem Nebel landen: Beim Absturz eines Militärflugzeugs in ein Wohnhaus in Quito sind viele Menschen ums Leben gekommen.
Beim Absturz einer Militärmaschine in einem Wohnviertel der ecuadorianischen Hauptstadt Quito sind am Donnerstag (Ortszeit) sieben Menschen ums Leben gekommen. Wie die Behörden mitteilten, starben neben den Insassen der Maschine vom Typ Beechcraft auch zwei Menschen am Boden. Vier weitere wurden nach Behördenangaben verletzt, einer von ihnen schwer.
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Tödlicher Landeanflug: In Quito kommt es immer wieder zu Abstürzen über Wohngebieten. (© Foto: dpa)
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Das Flugzeug prallte bei dichtem Nebel gegen ein fünfgeschossiges Gebäude, das in Brand geriet. Erst nach mehr als einer Stunde brachte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Es gab zwei Verletzte.
Die Beechcraft war nach den Aussagen von Verteidigungsminister Javier Ponce in einem "ausgezeichneten Zustand" und befand sich auf einem "Übungsflug". An Bord befanden sich drei Militärangehörige und zwei Zivilisten, die ausnahmslos ums Leben kamen.
Die genaue Unglücksursache war zunächst noch unbekannt. Die Behörden leiteten eine Untersuchung ein. In dem Teil Quitos, in dem sich das Unglück am Donnerstagabend ereignete, sind in den vergangenen 27 Jahren bereits vier Flugzeuge abgestürzt. Dabei kamen insgesamt mehr als 30 Menschen ums Leben.
Am 10. Dezember 1992 flog eine Militärmaschine in ein Gebäude am Flughafen, wobei Armeechef Carlomagno Andrade ums Leben kam. Eine Woche später wurde bei einem ähnlichen Flugzeug-Crash Tourismus-Minister Pedro Zambrano getötet. Im Mai 1981 kamen Staatspräsident Jaime Roldós und seine Frau Martha Bucaram in der Nähe der peruanischen Grenze bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.
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(AFP/dpa/grc)