Tödlicher Unfall mit einem getarnten Prototyp von Mercedes: Das Vorserien-Modell krachte bei Rottweil mit hoher Geschwindigkeit in eine Unfallstelle.
Der sogenannte Erlkönig erfasste dabei in der Nacht zum Samstag einen 26-jährigen Mann, der gerade aus seinem ramponierten Wagen aussteigen wollte, wie die Polizei Rottweil mitteilte. Der junge Autofahrer war sofort tot. Sein Wagen wurde bei dem Aufprall mit dem Erlkönig völlig zerfetzt und der Motor herausgeschleudert. Gegen den 52 Jahre alten Testfahrer ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.
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Verheernder Unfall mit dem Erlkönig: Ein getarntes Vorserienmodell von Mercedes war in eine Unfallstelle gerast (© Foto: dpa)
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Der 52-Jährige musste schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. Sein Prototyp schleuderte rund 250 Meter weiter, überschlug sich und landete auf dem Dach. Wie schnell er unterwegs war, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Allerdings gelte auf der Strecke keine Geschwindigkeitsbegrenzung, sagte ein Polizeisprecher. Ein Sachverständiger sei bereits am Unfallort gewesen, um den Unfall zu rekonstruieren. Er werde im Laufe der Woche ein Gutachten erstellen.
"Bei dem Testfahrer handelt es sich um einen sehr erfahrenen Mann, der seit vielen Jahren unfallfrei fährt", sagte eine Daimler-Sprecherin am Sonntag. Er habe zudem - wie alle Testfahrer - regelmäßig Schulungen besucht und hatte die Anweisung, sich strikt an die Straßenverkehrsregeln zu halten. Der 52-Jährige stehe unter Schock. Im Moment könne sich das Unternehmen nicht erklären, wie es zu dem Unfall kam. "Wir müssen die Ermittlungen abwarten."
Nur mit Glück wurden bei dem Unfall zwei weitere Männer nur leicht verletzt. Zwei 27- und 59-Jährige hatten auf dem Standstreifen angehalten, um dem 26-Jährigen nach seinem Unfall zu helfen. Als der Erlkönig anrauschte, wollten sie gerade die Unfallstelle absichern. Der 59-Jährige rettete sich noch rechtzeitig mit einem Sprung über die Leitplanke vor schlimmeren Verletzungen. Er und der 27-Jährige wurden aber durch umherfliegende Trümmerteile verletzt.
Vor dem Todescrash war der 26-Jährige aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und gegen die Mittelschutzplanken geprallt. Danach kam er auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen. Nach dem tödlichen Unfall war die Autobahn für mehrere Stunden gesperrt. Insgesamt entstand ein Schaden von mindestens 80.000 Euro.
Schon vor einem Monat hatte es auf der Autobahn 81 Richtung Singen einen Unfall mit einem Erlkönig gegeben. Damals rammte ein Lastwagen das Vorserien-Modell. Der 46 Jahre alte Lastwagenfahrer wechselte bei Vöhringen (Kreis Rottweil) beim Überholen auf die linke Spur und übersah den Prototypen. Für die Polizei nichts Überraschendes: "Es finden immer wieder Fahrtests auf diesem Autobahnabschnitt statt", sagte ein Polizeisprecher.
Viel Aufsehen hatte auch der Fall eines Mercedes-Testfahrers im Jahr 2003 erregt. Damals hatte der Mann auf dem Weg zu einem Testgelände eine junge Autofahrerin mit seiner rasenden Geschwindigkeit derart erschreckt, dass sie bei Karlsruhe von der Autobahn 5 abkam. Sie und ihr Kind starben bei dem Unfall. Der sogenannte Autobahnraser wurde wegen fahrlässiger Tötung zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Auch die Autobahn 5 zwischen Frankfurt und Darmstadt ist als Testfahrtstrecke bekannt.
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(Berit Schmidt, dpa/lala)
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Es ist schlichtweg beschämend, wie hier von selbstgerechten Helden der Tastatur ein Testfahrer ohne Kenntnis der Unfallumstände und, das setzt dem ganzen die Krone auf, ohne jegliche Kenntnis der Arbeit eines Testfahrers, verurteilt wird.
Sicherlich kann man grundsätzlich immer sagen: wenn ein Fahrzeug mit irgendetwas kollidiert, dann war zu viel Geschwindigkeit im Spiel. Insofern ist der gerne zitierte Paragraph 1 der StVO natürlich sehr geeignet, grundsätzlich immer einen Schuldigen zu finden.
Wer aber behauptet, er würde nachts auf Autobahnen immer so fahren, dass er innerhalb des Lichtkegels bei egal welchem auftretenden Hindernis anhalten kann, der lügt entweder oder er hat vom Autofahren keine Ahnung.
Hat vielleicht mal jemand bedacht, dass der Blick des Fahrers ja auch von zwei warnblinkenden Autos auf dem Standstreifen nach rechts abgelenkt gewesen sein könnte? Vielleicht zusätzlich noch von dort im Scheinwerferkegel der stehenden Autos herumlaufenden Personen?
Ist bekannt, ob das auf der linken Spur stehende Unfallfahrzeug überhaupt noch die Scheinwerfer an hatte oder ob die beim vorherigen Unfall zerstört wurden? Wie gut ist ein querstehendes Fahrzeug überhaupt erkennbar? Und dass das Unfallfahrzeug schwarz war und damit deutlich schlechter erkennbar als z.B. ein weißes, hat da mal jemand drüber nachgedacht?
Aber dass Testfahrer grundsätzlich rasen, das ist bei den Gutmenschen als prinzipielle Erkenntnis offensichtlich weit verbreitet. Offensichtlich testen die nichts anderes als die Höchstgeschwindigkeit, klar.
Dass Tests im Hochgeschwindigkeitsbereich auf Teststrecken wie z.B. in Nardo gemacht werden, scheint nicht bekannt zu sein. Dass viel auf dem Nürburgring getestet wird, ebenfalls.
Wenn man dann noch berücksichtigt, dass die geplante Teststrecke in Boxberg damals von verschiedenen Personengruppen verhindert wurde, dann fragt man sich, wie realitätsfern sich manche hier äussern.
Aber eigentlich fängt das einseitig tendenzielle ja nicht bei den Kommentaren, sondern viel mehr schon im Artikel an:
Was soll die Erwähnung des Unfalls von vor einem Monat, bei welchem ein LKW-Fahrer wohl eindeutig die Schuld hatte?
Und, besonders perfide: der letzte Abschnitt des Artikels mit dem Unfall im Jahr 2003 bei Karlsruhe mit dem abschliessenden Satz: "Auch die Autobahn 5 zwischen Frankfurt und Darmstadt ist als Testfahrtstrecke bekannt.".
Entschuldigung: zwischen Darmstadt und Frankfurt finden Tests statt und deswegen gabs ein
...in den Staaten sind auch Waffen für jeden erwerbbar - wobei, auf den Deal würd ich mich evtl. einlassen...nur noch 130 fahren, dafür die AK aufm Beifahrersitz...
Wenn der Bericht stimmt, steht fest daß der Erlkönigfahrer seine Geschwindigkeit nicht dem Sichtbereich angepaßt hat und deswegen ein Mensch zu Tode kam.
Dies war eine freiwillige Entscheidung des Erlkönigfahrers, es wurde also absichtlich viel zu schnell gefahren. Dieser Mann muss wegen Totschlags verurteilt werden.
In D wird immer so getan als wären Verkehrsunfallopfer der reine Zufall, nach dem Motto wer sich in Gefahr begibt kann darin umkommen. Selber schuld wenn man am Straßenverkehr teilnimmt, da kommt es schon mal zu kolateral Schäden.
oder wie ein Forist vor mir schrieb: Schuld ist eigentlich der Verursacher des 1. Unfalls, kein Unfall=kein Stehen auf der BAB= kein Toter. Absurde "Logik", aber so tickt "er", der Deusche Autofahrer.
Ein motorisiertes Fahrzeug wird bei unsachgemäßer Nutzung zu einer äußerst effektiven Waffe, und jeder der sich nicht an an die STVO hält und eben zu schnell oder nicht angepaßt fährt, zu wenig Abstand hält, Besoffen, unter Drogen usw. Auto fährt muss vollumfänglich dafür bestraft werden. Und wenn erstmal konsequent hohe Haftstrafen verhängt werden würden, hätte es ganz schnell ein Ende mit solchem Verhalten.
"Übrigens 120 km/h ist auch zuviel, das macht oft kein unterscheid ob 120 oder 220 km/h man ist in beiden Fällen meist Tod bei einem Aufprall egal mit oder ohne Sicherheitshilfen"
...der bremsweg ist dann wohl auch genau der selbe...
ich behaupte mal: mit 120 habe ich ne chance so runterzubremsen das ich weiterlebe, und zwar nicht im rollstuhl.
oder ich habe mit 120 sachen die chance, das mein heiliges blech unversehrt bleibt.
würde auch nix bringen, wie viele sicher aus Erfahrung wissen wenn man so mit 80km/h( oder auch 120) dahindackelt, neigt man dazu auch weniger Aufmerksamkeit der Straße zu schenken und sich mit Radio Handy etc. zu beschäftigen.
Ausserdem haben wir in Deutschland weniger Unfalltote als in Ländern mit Geschwnidikeitsbergrenzung, sonst hätte die Politik schon längst reagiert auf das pochen der "Oberlehertempolimitbeführworter" aber es gibt einfach keinen Grund.
Aber dann darüber Aufregen wenn nen Prius nicht bremsen kann, dies wäre dem Mecedstestfahrer sicher aufgefallen, das ist fast so als würde man Tierversuche abschaffen und gleich am Menschen Testen.
Also wie wäre denn das : Diejenigen die Tempolimits gut heissen sollten auch in kauf nehmen einen ein ungetestetes Auto zu kaufen da man ja nur 120km/h fährt und da ja nicht viel passiert. Übrigens 120 km/h ist auch zuviel, das macht oft kein unterscheid ob 120 oder 220 km/h man ist in beiden Fällen meist Tod bei einem Aufprall egal mit oder ohne Sicherheitshilfen.
Ich bin für höhere Benzinpreise dann sind auch weniger Autos auf den Straßen und der Lastwagenverkehr würde sich auf die Schienen verlgen da wäre der Umwelt mehr geholfen als 120 km/h Tempolimit
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