Um Geld zu sparen, wollten die Mitglieder einer rumänisch-orthodoxen Kirche das Dach ihres Gotteshauses selbst reparieren - doch das stürzte ein. Zwei Menschen starben, darunter der Pfarrer.

Die Kirche in Berlin-Westend war erst drei Jahre alt und dennoch baufällig. Als mehrere Gemeindemitglieder das Dach reparieren wollten, konnte es deren Last offenbar nicht tragen. Es stürzte ein. Dabei sind am Dienstagabend zwei Menschen gestorben. Fünf Personen wurden mit einem schweren Schock in eine Klinik gebracht, teilte die Polizei mit.

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Teilweise eingestürzt: Das Dach einer Kirche in Berlin-Westend ist über den Gläubigen eingestürzt. Fünf Menschen wurden mit schwerem Schock ins Krankenhaus gebracht, der Pfarrer und eine weitere Person starben. (© Foto:)

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Der Grund für das Unglück in der rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinde blieb zunächst unklar. Polizeisprecher Michael Maaß sagte, bei den Opfern handelt es sich um den 49-jährigen Pfarrer der Gemeinde sowie um einen 36-Jährigen, der in dem Gebäude gemeldet war.

Das etwa 300 Quadratmeter große Dach stürzte zum Teil ein, die Giebelseiten blieben stehen. Bei den Bauarbeiten fiel eine Wand in sich zusammen und begrub den Pfarrer sowie einen anderen Mann unter sich. Beide erlagen ihren Verletzungen noch am Unfallort , wie die Polizei mitteilte. Sechs weitere Personen wurden wegen Schocks zunächst von einem Notarzt vor Ort behandelt und anschließend in ein Krankenhaus gefahren.

Gemeindemitglieder hätten in Eigenregie an dem Gebäude gearbeitet, hieß es vor Ort. Augenzeugen beobachteten, dass die beiden Toten aus dem eingefallenen Dachteil des Gebäudes geborgen wurden. Nach Angaben von des lokalen Radiosenders rbb-aktuell waren während des Unglücks sieben Menschen auf dem Dach.

Bei Nachbarn und Gemeindemitgliedern herrschten Trauer und Entsetzen. Mehrere Menschen zündeten Kerzen an und stellten sie vor das Grundstück. Nun ermittelt die Kriminalpolizei, um die Ursache des Unglücks herauszufinden. Feuerwehr und Rettungskräfte waren gegen 19.15 Uhr alarmiert worden. Der Grundstein zu dem Kirchenbau wurde Medienberichten zufolge im Jahr 2006 gelegt. Damals war die kleine Gemeinde in die Heerstraße umgezogen.

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(sueddeutsche.de/dpa/abis/liv)