Weil das Wasser wieder steigt, befürchten die UN in Pakistan eine "zweite Welle von Toten". Der Hilfseinsatz könnte der größte der Geschichte werden. Die USA schicken Geld und Hubschrauber - auch um die Taliban zurückzudrängen.

Bei der Flutkatastrophe in Pakistan ist nach Einschätzung der nationalen Meteorologiebehörde "das Schlimmste noch nicht vorbei". Behördenchef Qamar-u-Zaman Chaudhry sagte am Donnerstag in Islamabad: "Die nächsten zehn Tage werden sehr entscheidend sein."

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Knapp 14 Millionen Menschen in Pakistan sind wegen der Flutkatastrophe obdachlos - die UN bereiten sich auf den vielleicht größten Hilfseinsatz ihrer Geschichte vor. (© Getty Images)

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Derzeit rolle eine zweite Flutwelle durch die zentralpakistanische Provinz Punjab. Die Fluten ließen den Fluss Chenab anschwellen und könnten nach Angaben Chaudhrys trotz aller Schutzmaßnahmen die Millionenmetropole Multan treffen.

Größter Hilfseinsatz in der Geschichte der UN

Nach Angaben der Vereinten Nationen kosteten die schwersten Überflutungen in der Geschichte Pakistans bislang 1200 Menschen das Leben. Sechs Millionen Flutopfer benötigen demnach dringend Hilfe. Die Vereinten Nationen (UN) hatten am Donnerstag vor einer "zweiten Welle von Toten" bei der Flutkatastrophe gewarnt und schnellere Hilfe der Weltgemeinschaft angemahnt. In einem Spendenaufruf forderten die UN bei ihren 192 Mitgliedsstaaten 459 Millionen Dollar (352 Millionen Euro) Soforthilfe an - die UN rechnen mit dem größten Hilfseinsatz in ihrer Geschichte.

Daraufhin hat die Bundesregierung ihre Soforthilfe auf zehn Millionen Euro erhöht. Das Entwicklungshilfeministerium und das Auswärtige Amt stockten ihre Zusagen jeweils von einer auf fünf Millionen Euro auf, sagte ein Sprecher des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) in Berlin. Der Sprecher verwies zudem darauf, dass Deutschland auch an den Hilfen der EU für Pakistan "erheblich beteiligt" ist.

Beide Ministerien sehen den größten Bedarf für die pakistanischen Flutopfer bei Nahrungsmitteln, Zugang zu Trinkwasser, Zelten und medizinischer Versorgung. Die bereitgestellten Gelder sollen UN-Organisationen und deutschen Nichtregierungsorganisationen zur Verfügung gestellt werden.

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