Das Erdbeben in der Türkei hat viele Dörfer zerstört. Die Regierung will die Ortschaften wieder aufbauen lassen - vielleicht aber an anderer Stelle.
Die Dörfer die bei dem Erdbeben am Montag in der Türkei zerstört wurden, sollen wieder aufgebaut werden. Allerdings erwägt die türkische Regierung, die Ortschaften möglicherweise an anderer Stelle errichten zu lassen. Der Vize-Premierminister Cemil Cecik gab bekannt, dass zunächst die geologischen Verhältnisse vor Ort untersucht werden. Erst wenn die für das Beben verantwortliche Verwerfungslinie überprüft sei, werde eine Entscheidung über eine mögliche Umsiedlung getroffen. Er kündigte außerdem an, dass die staatliche Wohnungsgesellschaft "Toki" mit dem Wiederaufbau beauftragt werde.
Eingestürzt wie Kartenhäuser. Die nach traditioneller Bauart errichteten Häuser hielten dem Beben nicht stand. (© Foto: Actionpress)
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Bei dem Beben der Stärke 6,0 am Montag waren mehrere Ortschaften in der ostanatolischen Provinz Elazig zu großen Teilen zerstört worden. Der Grad des Schadens ist nach Meinung von Experten auch auf die traditionelle Bauweise vieler Häuser zurückzuführen. Die aus Lehm und Naturstein errichteten Bauernhäuser hätten nicht die bauliche Substanz, um einem Erdbeben standzuhalten. Cicek deutete an, diese Bauweise zukünftig verbieten lassn zu wollen.
Die Zahl der Toten wurde indes von 51 auf 41 korrigiert. Wie die Provinzregierung mitteilte, wurden in der "Verwirrung" nach dem Erdbeben zehn Leichen doppelt registriert. Das sei auch deshalb geschehen, da viele Frauen, die nur kirchlich verheiratet waren, zusätzlich unter ihrem Mädchennamen registriert waren. Die Zahl der Verletzten wird inzwischen mit 74 angegeben.
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(AFP/sewo/ehr)
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