Ein Mann hat versucht, ein türkisches Verkehrsflugzeug unter seine Kontrolle zu bringen. Doch Flugreisende vereitelten den Entführungsversuch.

Passagiere an Bord einer türkischen Linienmaschine haben am Mittwoch auf dem Flug nach Russland eine Entführung vereitelt. Ein Mann, der dem Piloten mit einer Bombe gedroht habe, sei überwältigt worden, teilten die türkischen Luftfahrtbehörden mit. Der Mann stamme aus Usbekistan und sei betrunken gewesen.

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Turkish Airlines-Maschine (Archivaufnahme): Ein Entführungsversuch wurde ohne Blutvergießen vereitelt. (© Foto: AFP)

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Die Maschine der Turkish Airlines war mit 164 Passagieren und sieben Besatzungsmitgliedern an Bord von Antalya unterwegs nach Sankt Petersburg.

Medienberichten zufolge hatte die Besatzung über dem Schwarzen Meer zunächst mit einem Notsignal eine Entführung der Maschine gemeldet, die Berichte aber später korrigiert.

Die Agentur Interfax meldete, das Flugzeug sei am Nachmittag pünktlich auf dem St. Petersburger Flughafen Pulkowo gelandet. Dort hätten Einheiten der Polizei und der OMON-Sicherheitskräfte bereitgestanden, um den mutmaßlichen Entführer festzunehmen.

Zuletzt war im August vergangenen Jahres in der Türkei eine Maschine entführt worden. Das Geiseldrama war auf dem Flughafen der türkischen Touristenhochburg Antalya nach mehr als vier Stunden unblutig beendet worden. Die beiden Entführer gaben auf und ließen mehr als 140 Geiseln frei. Sie hatten zunächst verlangt, nach Iran oder in ein anderes Land im Nahen Osten geflogen zu werden.

Im April vergangenen Jahres hatte ein Mann aus der türkischen Kurdenprovinz Diyarbakir ein Flugzeug der privaten Fluglinie Pegasus mit 180 Menschen an Bord entführt. Kurz darauf stellte er sich nach einer erzwungenen Landung der Polizei.

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(dpa/AFP/grc)