In der Flutwelle starben über 500 Menschen. Jetzt hat die Regierung zugegeben, Warnungen nicht veröffentlicht zu haben. Man habe keine unnötige Panik auslösen wollen.
Wie der indonesische Wissenschafts- und Technologie-Minister Kusmayanto Kadiman der britischen Zeitung The Guardian bestätigte, gab es schwerwiegende Fehler bei der Weitergabe von Warmeldungen vor dem Tsunami.
Indonesische Rettungskräfte suchen in den Trümmern nach Überlebenden. (© Foto: AP)
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Zwar habe man entsprechende Warnungen aus Japan und Hawaii etwa 20 Minuten nach dem Beben erhalten. "Wir haben sie aber nicht bekannt gegeben", räumte er ein. Ein Beamter sagte dem Blatt, die zuständigen Stellen seien zu sehr mit der Beobachtung der Nachbeben beschäftigt gewesen
Die Rettungskräfte auf der indonesischen Insel Java bargen unterdessen noch immer weitere Opfer aus den Trümmer der zerstörten Häuser. Die Zahl der Toten stieg nach Angabender Behörden auf mindestens 531. Mehr als 30 000 Menschen verloren ihr Hab und Gut. Rund 280 Personen galten noch als vermisst.
Rechtzeitige Warnungen
Ein Seebeben der Stärke 7,7 vor der Küste von Java hatte am Montag den Tsunami ausgelöst. Die zwei Meter hohe Flutwelle zerstörte Urlaubsorte und Fischerdörfer an einem rund 180 Kilometer langen Küstenabschnitt von Java. Stellenweise kam das Wasser 200 Meter tief ins Land.
Nach Angaben der US-Erdbebenwarte hatten die Erdstöße am Montag eine Stärke von 7,7. Das Beben, dessen Epizentrum rund 360 Kilometer südöstlich von Jakarta im Indischen Ozean lag, ereignete sich gegen 15.20 Uhr (10.20 Uhr MESZ). Das Tsunami Warnzentrum im Pazifik löste eine allgemeine Warnung unter anderen für die indonesischen Inseln Java und Sumatra aus. Allerdings erreichte sie nicht die Südwestküste der Insel.
Von der Tsunami-Katastrophe an Weihnachten 2004 war Java verschont geblieben. Damals kamen allein auf Sumatra mehr als 130.000 Menschen ums Leben. Insgesamt wurden rund 216.000 Menschen getötet.
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(AP/dpa)
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