Auch wenn es sehr heiß ist in diesem Sommer, an Wasser wird es Deutschland nicht mangeln. Sowohl aus der Leitung als auch aus der Flasche wird es ohne Engpässe fließen.
Wegen der anhaltenden Hitze ist nach Angaben der Versorger in Deutschland kein Wassermangel zu befürchten. Selbst wenn es noch länger heiß und trocken bleibe, drohten Verbrauchern keine Einschränkungen, teilte der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft am Donnerstag auf Anfrage in Berlin mit. Zwar sei der Verbrauch im August in einigen Großstädten stark gestiegen. Die Versorger förderten allerdings nur drei Prozent des vorhandenen Wasservorrats. Dieser biete aus Grundwasser, Flüssen, Seen und Quellen jährlich 182 Milliarden Kubikmeter Wasser. Dies sei etwa drei Mal so viel Wasser wie pro Jahr aus dem Rhein in die Nordsee fließt.
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Ausgeglichener Haushalt wegen der Ferien
Die Wasserförderung könnten die Versorger der Nachfrage anpassen, hieß es. Mögliche Steigerungen beim Wasserverbrauch in großen Städten seien vielfach dadurch ausgeglichen worden, dass andere Einwohner in die Ferien gefahren seien.
In München oder Köln sei bisher kein außergewöhnlich hoher Verbrauch registriert worden. In Berlin sei dagegen deutlich mehr Wasser durch die Hähne geflossen, an einzelnen Tagen im August bis zu 30 Prozent. Auch in Hamburg sei teils bis zu 20 Prozent mehr Wasser abgegeben worden.
Sparsamer Verbrauch im eropäischen Vergleich
Generell seien die privaten Haushalte in Deutschland mit dem Wasser im europäischen Vergleich sparsam. Pro Einwohner und Tag würden 129 Liter verbraucht, in Italien seien es etwa 213 Liter. Durch undichte Stellen im Leitungssystem versickere zudem nur ein kleiner Anteil von acht Prozent des Wassers.
Bier und Selters gegen den Durst
Die andauernde Hitze sorgt für reissenden Absatz bei durstlöschenden Getränken, vor allem bei Mineralwasser und Bier. Die Produktion läuft bundesweit auf Hochtouren. Bei Bedarf werde auch rund um die Uhr und an Wochenenden produziert, um die Bier-Nachfrage der Kunden zu befriedigen, sagte der Sprecher des Deutschen Brauer- Bundes, Erich Dederichs.
Grundversorgung ist sicher
In Einzelfällen könne es sein, dass der Kunde mal kurzfristig sein Lieblingsbier nicht erhalte, sagte Dederichs. Die "Grundversorgung" sei aber gesichert. "Es wird immer Bier geben." Wegen des höheren Kohlensäureanteils seien zur Zeit besonders Weizenbiere gefragt. Für das Gesamtjahr 2003 lasse sich noch keine Absatzprognose abgeben. Nach schwächeren Vormonaten sei bereits im Juni der Bierabsatz um 9,3 Prozent (im Vergleich zum Vorjahr) gestiegen. Die Zahlen für den Juli lägen noch nicht vor.
Mineralwasser ist ebenfalls außergewöhnlich stark begehrt. Für das Jahr 2003 sei bereits mit einem Absatzrekord zu rechnen, sagte die Sprecherin des Verbands Deutscher Mineralbrunnen (VDM), Heike Bölk. Die Hersteller produzierten meist in drei Schichten rund um die Uhr. Trotz der starken Nachfrage gebe es - auch bei Flaschen - keine Engpässe. "Die Versorgung mit Mineralwasser ist gesichert." Bei der lang anhaltenden Hitze und erhöhtem Absatz müsse sich auch das System mit Füllung und Rücknahme von Flaschen schneller drehen, erläuterte Bölk. Deshalb gebe es auch Aufrufe einiger Hersteller, das Mehrweg-Leergut rascher wieder zurückzugeben.
(sueddeutsche.de/ dpa)
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