Tomatenproduzent in Mexiko Polizei befreit 275 Zwangsarbeiter

Sie arbeiteten wie Sklaven: Die mexikanischen Behörden haben mindestens 275 Arbeiter aus einem Lager befreit. Ein Tomatenproduzent hielt sie gegen ihren Willen fest.

Die mexikanische Polizei hat mindestens 275 Arbeiter aus einem Lager befreit, in dem sie wie Sklaven gehalten wurden. Die Arbeiter seien mit falschen Versprechungen angelockt und dann gegen ihren Willen festgehalten worden, sagte Staatsanwalt Salvador González am Dienstagabend in Guadalajara im Bundesstaat Jalisco.

Auf dem Gelände eines Betriebs für Bio-Tomaten hätten sie unter beengten und verschmutzten Unterkünften hausen müssen. Wenn sie zu flüchten versuchten, seien sie geschlagen worden. Fünf Vorarbeiter wurden wegen Freiheitsentzugs und Menschenhandels festgenommen.

Der Fall war aufgedeckt worden, nachdem einem Arbeiter die Flucht dennoch gelungen war und er die Behörden alarmiert hatte. In Werbeanzeigen hatte das Unternehmen freie Kost und Logis bei guten Löhnen angeboten. Vor Ort angekommen, erhielten die Arbeiter dann nur die Hälfte des versprochenen Lohns, der zudem nur in Form von Gutscheinen zur Einlösung im firmeneigenen Laden ausgezahlt wurde.