Tokio 15-jährige Japanerin entkommt ihrem Peiniger nach zwei Jahren Gefangenschaft

  • 15-jährige Japanerin nach zwei Jahren Gefangenschaft entkommen.
  • Mutmaßlicher Täter begeht Selbstmordversuch.

Nach fast zwei Jahren in der Gewalt seines Entführers ist einer 15-jährigen Japanerin die Flucht geglückt. Sie entkam ihrem 23-jährigen Peiniger, als dieser Einkaufen gegangen war und vergessen hatte, die Wohnungstür abzuschließen, wie die Polizei berichtete.

Das Mädchen war von der Wohnung im Zentrum Tokios zu einem Bahnhof gegangen und hatte dort von einem Münztelefon aus seine Mutter in seiner Heimatstadt Saitama angerufen. Die alarmierte die Polizei. In Saitama war das Mädchen vor zwei Jahren verschwunden. Die 15-Jährige hat ausgesagt, sie sei immer streng bewacht, aber nicht gefesselt worden. Manchmal habe der Entführer sie auch mit nach draußen genommen.

Umzug in die Tokioter Innenstadt

Der Verdächtige hatte im März seinen Universitätsabschluss gemacht und danach ein Jobangebot erhalten. Das alles soll passiert sein, während er das Mädchen in seiner Wohnung eingesperrt hielt. Zunächst habe er nahe der Universität in Chiba gewohnt, erst vergangenen Monat sei er in die Tokioter Innenstadt gezogen.

Enführer versucht, sich umzubringen

Nach Angaben der Polizei wurde der mutmaßliche Entführer am Montag in der Nähe eines Waldes westlich der japanischen Hauptstadt gefasst. Der 23-Jährige habe aus dem Hals geblutet - wegen einer geringfügigen Verletzung, die er sich bei einem Selbstmordversuch zugefügt habe.