Um Haiders Unfalltod ranken sich zahllose Verschwörungstheorien. Auch nach seiner Einäscherung sprechen Anhänger des verstorbenen Kärntner Landeshauptmanns von Mord.
Den früheren Wiener Bürgermeister Helmut Zilk hat Österreich zwei Wochen nach seinem Tod in einem Ehrengrab des Zentralfriedhofes zur letzten Ruhe gebettet. Der tote Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider hingegen kam erst mehr als vier Wochen nach seinem tödlichen Unfall unter die Erde.
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Wird von seinen Anhängern bereits zur quasireligiösen Lichtgestalt verklärt: Jörg Haider, der vor vier Wochen bei einem offenbar selbstverschuldeten Autounfall ums Leben kam. (© Foto: Reuters)
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Der Volkstribun und Rechtspopulist ist in der Nacht zum 11. Oktober südlich von Klagenfurt bei einem selbstverschuldeten Autounfall umgekommen. So sehen es Polizei, Behörden und auch seine Familie.
Die Tatsache aber, dass Haiders Leichnam am Montag erst nach wochenlangen Auseinandersetzungen eingeäschert wurde - eine Urnenbeisetzung entsprach dem Wunsch des Verstorbenen - gibt Anlass für Gerüchte. Für Verschwörungstheoretiker in Österreich sind es gerade große Zeiten.
Querschläger und K.-o.-Tropfen
Claudia Haider, die Witwe des so populären wie verhassten Politikers, hatte erst Ende vergangener Woche versucht, dem Geschwätz und den Spekulationen ein Ende zu bereiten. Die Familie wollte, dass Haiders Urne in einer Kirche auf dem weitläufigen Familienbesitz im Südkärntner Bärental beigesetzt wird. Und dort sollen Beisetzung und Trauerfeierlichkeiten nach Information der Zeitung Österreich nun auch stattgefunden haben - im engsten Familienkreis.
Haiders Witwe und Töchter hatten sich bisher geweigert, den genauen Ort der Ruhestätte auf dem Areal bekanntzugeben - mit der Begründung, dass sich sonst eine Art Wallfahrt von Verehrern aus der rechtsextremen Szene entwickeln könnte.
Doch in einem strikt regulierten Land wie Österreich mit strengsten Beerdigungsvorschriften waren für diese Beisetzung offenbar große bürokratische Hürden zu überwinden. Das fragliche Gotteshaus war eigentlich nicht als Gruft oder Beerdigungsstätte zugelassen.
Frau Haider wollte allein dies als Grund gelten lassen, warum die sterblichen Überreste ihres Mannes so lange auf den letzten Gang warten mussten. Die Behörden wollten sich wohl auch die Möglichkeit offen halten, nach der offiziellen Autopsie Haiders Leichnam untersuchen zu können. Eine Vorsichtsmaßnahme, um Theorien über Fremdverschulden bei dem spektakulären Unfall Paroli zu bieten.
Von Amts wegen gibt es keinen Zweifel, dass Haider mit 1,77 Promille Alkohol im Blut im Ortsbereich mit einer Geschwindigkeit von 184 Stundenkilometern unterwegs war. Er verlor die Kontrolle über das Fahrzeug offenbar auch deshalb, weil er verbotener Weise mit seinem Mobiltelefon hantierte. Doch aus der Haider-Gemeinde, der ohnehin ein Hang zum latenten Antisemitismus vorgeworfen wird, kam sofort die "Gewissheit", der Araber-Freund sei vom israelischen Geheimdienst Mossad umgebracht worden.
Versionen über "Beweise" für Methoden und weitere Mordanstifter schossen sofort ins Kraut. Haider seien K.-o.-Tropfen verabreicht worden; man habe sein Auto manipuliert; ja auf den Wagen sei geschossen worden; man habe einen Sattelschlepper auf der Straße quergestellt, in den der Politiker mit seiner Dienstlimousine gerast sei, heißt es. Viele Theorien operieren mit Fotos vom Unfallort, die ein argloser Polizist vorschriftswidrig weitergegeben hatte. Die Lust am Verschwörungs-Szenario tobt sich hauptsächlich im Internet aus. Bemerkenswert daran ist, wie viele Österreicher, den eigenen Landsleuten und der ganzen Gesellschaft eine Geistesverfassung attestieren, die vor Mord und Totschlag nicht zurückschreckt.
Tatsächlich beginnt der Mythos Haider rasch zu verblassen. Echte und gekünstelte Empörung lösen Versuche aus, sich dem Thema satirisch zu nähern. Die Kabarettisten Dirk Stermann und Christoph Grissemann hatten von wundersamen Erscheinungen des toten Haider in Kärnten berichtet, um so das pseudoreligiöse Tremolo der Haider-Partei BZÖ aufs Korn zu nehmen. Doch einen im Dezember geplanten Auftritt in Kärnten haben die Satiriker kürzlich abgesagt, nachdem Radmuttern am Auto des Veranstalters gelockert wurden und es zahlreiche weitere Drohungen gegeben haben soll.
Gerade ist auch eine Doppel-DVD mit der offiziellen Trauerfeier für Jörg Haider und sämtlichen Reden erschienen. Die BZÖ hatte schon bei den Trauerfeierlichkeiten mit Vokabular direkt aus der katholischen Liturgie den Toten zu einer Erlösergestalt zu stilisieren versucht. Der versammelte Klerus hat dem bis heute fortgesetzten Missbrauch kirchlicher Symbolik durch die Haider-Gefolgschaft nicht widersprochen.
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
(SZ vom 11.11.2008/bre)
Bundespräsident Gauck in Israel
sind häufiger als man denkt. Interessant z.B. das Buch der Doppelmord an Uwe Barschel. Haider ist natürlich ein klassischer Kandidat gewesen, ein Mann, den man nicht unter Kontrolle hatte. So sagte er offen, dass er den Irak-Krieg als völkerrechtswidrig einstufte und sein Initiator ein Kriegsverbrecher ist. Etwas ähnliches hat übrigens auch Anna Lindh gesagt, die schwedische Außenministerin, die kurz darauf von einem Mann umgebracht wurde, der "Stimmen" gehört hatte. Die Liste der "perfekten" Mordszenarien der Geheimdienste sind lang; man kann da immer wieder eine andere Variante herausziehen. Die sind ganz professionell gemacht, und nicht ganz leicht zu widerlegen. Eines ist aber immer ein sicheres Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt: wenn eine Stimmung geschürt wird, die jeden Skeptiker gleich in die Ecke eines Systemgegners rückt (oder auch "Verschwörungstheoretiker").
11. Regiefehler: wieso war überhaupt das BSD sofort (gleichzeitig mit der Polizei) vor Ort. Haben die vom "Unfall" vorher schon Lunte gerochen und waren auf Abruf profilaktisch in der Nähe ?
12. Regiefehler: Zeugin vorhanden, plötzlich verschwunden, nun nicht mehr greifbar.
13. Regiefehler: man streckte das Bild mit der Gesammtansicht der Straße um einen wesentlich längeren Weg vorzutäuschen. Trotzdem beträgt die tatsächliche Länge ab dem Unfallbeginn bis zum Stillstand des Fahrzeuges lediglich NUR ca 83 Meter (!!!) und das bei einer behördlich angegebenen Geschwindigkeit von 142km/h und keine nennenswerte Hindernisse die ein Fahrzeug entscheidend verzögern hätte können.
14. Regiefehler: man vergas die beiden Kotflügel irgendwo auf die Straße zu legen, sie sind unauffindbar und nirgendst auf den Videos und Bildern zu sehen.
15. Regiefehler: der Reifen der rechten Vorderachse verlor lediglich die Druckluft und die Felge blieb völlig unbeschädigt bei dem Aufprall an dem Gartenzaunfundament bei 142km/h. Dafür hat es den linken Reifen und Felge ziemlich arg erwischt. Offenbar wurde beim Tuning der Unfallstelle rechts und links verwechselt. Merke: Rechts ist immer dort wo der Daumen links an der Hand ist !
16. Regiefehler: signifikante Scheuer- und Eindrückspuren von einem Abstützstempel ordnete man einer Schleuderspur zu.
17. Regiefehler: Die Feuerwehr hatte nur den Auftrag erhalten das Wrack abzuspritzen und ging sehr schlampig vor. Übrig blieben die deutlichen Feinstsandreste an der rechten Hinterradbereifung. Diese Spuren konnten nicht der Unfallstelle entstanden sein.
18. Regiefehler: man vergas bei der Beifahrertüre die nach außen bombierte Verglasung nach innen zu drücken um den Verdacht einer Detonation im Fahrzeuginneren auszuklammern.
19. Regiefehler: man brach den Lebensbaum (junge Fichte) an der unrichtigen Stelle (letzter Wipfelteil) ab und vergas Kontaktspuren am Stammbeginn anzubringen.
20. Regiefehler: man achtete nicht darauf die Zwillingsreifenspuren an der Böschung zu vernichten oder zumindestens unkenntlich zu machen.
21. Regiefehler: man hatte offenbar den Anrainern einen Maulkorberlaß erstattet. Normalerweise laufen neugierige sogar bei einem leisen Pfrunz eilend aus den Häusern um Nachschau zu halten. Die "Anti-Neugierde" Pille könnte aber schon zuvor per Chemical-Trails verabreicht worden sein.
Eine Bilddokumentation gibt es unter:
http://img232.imageshack.us/my.php?i...lspurengn8.gif
Insgesamm
Die Regiefehler und Nervösität häuften sich auffällig und stetig. Stellungnahmen, die das Ermittlungsergebnis untermauern sollten, wurden zunehmendst nervöser und hektischer - und begannen (naturgemäß) grobe Widersprüche einzubringen. Nicht nur die gesprochenen Worte sondern auch die Körpersprachen sind Mosaiksteinchen die das wahre Gesammtbild formen begannen. Die offizielle "Wahrheit" wurde unglaubwürdig und erschüttert.
1. Regiefehler: Haider verlor die Herrschaft über sein Auto und knallte mit 142km/h = 38.6m/s in eine Böschung. Die nicht einmal einen Kratzer abbekommen hatte.
2. Regiefehler: Haiders Auto hinterließ nachweislich ca 10 Meter nach der angeblichen Schleuderspur deutliche Bremsspuren auf der Fahrbahn. Wie geht das, wenn das Auto zuvor schon an der Böschung kollediert und entlang geackert sein sollte.
3. Regiefehler: Das Gebüsch liegt etwas plattgedrückt, teilweise schon wieder aufgerichtet, was Haiders Auto mit 142km/h niedergemäht haben sollte. Wenn ein Auto mit dieser Geschwindigkeit über die Büsche gerast wäre, dann wären die normalerweise wie mit einer Heckenschere abrasiert geworden.
4. Regiefehler: Haiders Auto knallte gegen einen Betonpfeiler. Der entpuppte sich mittlerweile als ein Kunststoffkasten wie ihn die Telekom verwendet. Eigenartige Wandlung die da vonstatten ging.
5. Regiefehler: Haiders Auto rammte einen Hydranten. Den gibt es gar nicht. Zumindest hatte sich offenbar der Hydrant von der Unfallstelle widerrechtlich entfernt. Aufenthaltsort unbekannt.
6. Regiefehler: Haiders Auto überschlug sich mehrmals ohne nur die geringsten Spuren an der Fahrbahn und an der Karrosserie zu hinterlassen.
7. Regiefehler: Haider hatte 1.8 Promille. Wie kann ein Mensch innerhalb einer 1/2 Stunde derart viel saufen um auf diesen Wert zu kommen ?
8. Regiefehler: An den Türschanieren sind keine abgebrochenen Schrauben zu sehen. Die Gewindesacklöcher sind leer (waren Kunststoffdummys eingedreht die es bei der Detonation komplett ausgezogen hatte ?).
9. Regiefehler: Ein Zuckerlschachterl verblieb am Ablageplatz an der Bedienkonsole trotz Schleudern und mehrmaligen Überschlägen ruhig und brav liegen.
10. Regiefehler: Nach unglaublichen und intensiven Ermillungen war die Unfallursache nach ca 24 Stunden abgeschlossen; um jegliche Attentatstheorien hintan zu halten wurde erklärt. Sie durften offenbar nur ein einziges vorgefaßtes Ergebnis zugelassen haben.
Wie heißt es so schön: Viele Köche verderben den Brei
Es gibt Leute die wissen ganz einfach alles und das was sie nicht wissen, daß wissen sie noch besser.
Und anstatt "Leute" setzen wir hier ganz einfach mal "Medien" ein.
Wie ich schon erwähnte gab es an der Unfallstelle weder einen Betonpfeiler noch einen massiven Hydranten. Beides entspringt der Phantasie der sensationsgeilen Medienlandschaft um irgendwie eine Dramatik in das Geschehen einbringen zu können, und vor allem, um den Wünschen entsprechend die Ermittlungen vor der Öffentlichkeit glaubhaft zu machen, daß Haider mit 142km/h dahindonnerte und nebenbei noch besoffen gewesen sein sollte.
Die Regie die sie dabei führten beinhalten jedoch mehrere gravierende, ich möchte fast sagen recht tollpatschige Fehler. Sie fielen zu Beginn nicht so sehr auf, sie waren in der Quantität der hektischen Informationsübermittlung der Aufmerksamkeit entgangen. Weniger wäre allerdings mehr gewesen aber es wollte sich jeder übertreffen und verdarb recht anständig die befohlene Meinungsbildung in der Öffentlichkeit. Das Ding ging gewaltig in die Hose.
Als die ersten Meldungen rund um den Globus sausten war der Betonpfeiler in aller Munde. Nadem sich so nach und nach herausstellte, daß genau dieser Betonpfeiler schlicht und einfach ein Kunststoffverteilerkasten (verstärkter Plastikguß) und lose im Erdreich verankert war, mußte ein weiteres dramatisches Zustandsereignis her um den Tod Haiders plausibel erscheinen zu lassen. Und was macht man in diesem Fall ?
Es gibt Gott sei Dank auf der ganzen Welt den Alkohol. Alkoholunfälle lassen sich sensibilisieren, noch dazu mit 1.8 Promille. Wie die in Haiders Blutkreislauf gekommen sind steht nicht zur Debatte - oder doch ? Naja, da läßt sich doch noch ein Schwuhlenlokal anhängen wo offenbar kübelweise Wodka floß.
Um 23Uhr15 hatte der Radiosender "Antenne Kärnten" mit Haider ein Interview im Casino Velden. Das kann nicht einmal bestritten (es gibt Mitschnitte) werden obwohl aus der Page des Senders das aufgezeichnete Interview um die gesprochene Uhrzeit herausschnitten wurde. Gleichzeitig sollte er sich wo anders vollaufen lassen haben. Haider konnte recht viel, aber daß er sich an zwei Orten zur gleichen Zeit befinden kann, diese Fähigkeiten spreche ich ihm als maßlos übertrieben ab.
Die Regiefehler und Nervösität häuften sich auffällig und stetig. Stellungnahmen, die das Ermittlungsergebnis untermauern sollten, wurden zunehmendst nervöser und hektischer
Dieser Wisnewski (http://www.gerhard-wisnewski.de) ist kein "Experte" er ist offensichtlich ein "Zwei-fler"
Er hat einige zweideutige Fakten zum Unfall zusammengetragen:
zwei Nummernschilder fehlen
zwei Kotflügel fehlen
zwei Scheinwerfer fehlen
zwei Löcher nebeneinander in der Motorhaube
zwei Scheibenwischer stehen senkrecht hoch
zwei Türen fehlen am Fahrzeug und liegen auf der falschen Seite neben dem Fahrzeug parallel nebeneinander
zwei Reifenspuren im Grasstreifen statt einer
dann zählt er zwei und zwei zusammen und macht drei-ste Vermutungen.
kann man nur noch mit humor nehmen...
Paging