Keine illegalen Drogen, keine Magersucht: Laut Autopsie starb Hollywood-Star Brittany Murphy an einer Lungenentzündung. Doch ihr Tod hätte verhindert werden können, sagt ein Gerichtsmediziner.
Brittany Murphy könnte heute noch leben, hätte sie sich rechtzeitig in die Obhut von Medizinern begeben. Das jedenfalls geht aus den Untersuchungsakten der Gerichtsmediziner in Los Angeles hervor. Die amerikanische Schauspielerin starb demnach an einer Lungenentzündung.
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Laut Untersuchung starb Hollywood-Darstellerin Brittany Murphy an einer Lungenentzündung. (© Foto: AFP)
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"Ihr Tod hätte vermieden werden können", sagte Gerichtsmediziner Ed Winter der US-Illustrierten People. Murphy habe einen Doktor aufsuchen wollen, sei jedoch vorher gestorben, so Winter.
Laut Untersuchungsbericht, aus dem der US-Sender CNN zitierte, habe zum Tod der 32-Jährigen eine "Vergiftung mit mehreren Medikamenten" und akuter Eisenmangel beigetragen. "Hier haben wir einen Fall von einer Patientin mit Lungenentzündung, die blutarm war und die auf eigene Faust Medizin schluckte, statt von Ärzten behandelt zu werden", wird Winter zitiert.
Die Ergebnisse der Gerichtsmedizin dürften hartnäckige Gerüchte beenden, die Schauspielerin sei durch illegale Drogen gestorben oder habe sich zu Tode gehungert.
Winter sagte, dass im Körper der Schauspielerin keine illegalen Drogen gefunden wurden: "Es waren nur verschreibungspflichtige und rezeptfreie Arzneimittel." Um welche Medikamente es sich handelte, sagte er nicht.
Witwer zu Unrecht verdächtigt
Die Mutter und der Ehemann der Schauspielerin hatten zuvor chronische Herzprobleme als mögliche Todesursache vermutet. Der Witwer zeigte sich erstaunt über die Untersuchungsergebnisse: "Sie hatte keinen Auswurf. Als ich meine Lungenentzündung hatte, habe ich jede Menge rausgehustet." Zudem habe seine Frau am Tag ihres Todes nicht sehr krank gewirkt, sagte Monjack dem Magazin People.
Nach Murphys Tod waren vereinzelt Gerüchte aufgekommen, Simon Monjack, der mit seiner Frau ein gemeinsame Villa bewohnte, trage Mitschuld an deren Tod. "Der Tod war ein Unfall, also ist niemand dafür zur Rechenschaft zu ziehen", wird Gerichtsmediziner Winter von People zitiert.
Der vollständiger Autopsie-Bericht soll in zwei Wochen vorliegen. Die Darstellerin, die in Filmen wie "Clueless" und "Sin City" mitwirkte, war am 20. Dezember in ihrer Villa in den Hollywood Hills tot aufgefunden worden.
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(sueddeutsche.de/dpa/kred/jab/segi)
Studie von UN-Kinderhilfswerk