Eine Japanerin lag in den Wehen und erlitt eine Gehirnblutung. Erst die achte Klinik, die der Krankenwagen ansteuerte, nahm die Frau auf.

Der Tod einer Japanerin, die in den Wehen liegend und mit einer Gehirnblutung von sieben Tokioter Krankenhäusern abgewiesen wurde, hat in Japan einen Aufschrei der Empörung über den Zustand des Gesundheitssystems ausgelöst.

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Ein Krankenwagen hatte die 36-Jährige Anfang des Monats auf der Suche nach einer Klinik kreuz und quer durch die Stadt gefahren. Erst das achte Krankenhaus nahm die Frau schließlich auf, sie brachte ihr Kind per Kaiserschnitt zur Welt und wurde am Gehirn operiert. Drei Tage später starb sie an Hirnblutungen.

Es müsse noch geklärt werden, ob die Verzögerung bei der Behandlung Ursache für den Tod der Frau sei, sagte ein Krankenhaussprecher.

Der Fall sei "extrem bedauerlich", sagte Regierungssprecher Takeo Kawamura. Der Ärztemangel sei ein "großes Problem".

Japan leidet unter einem akuten Ärztemangel. Immer weniger Japaner ergreifen medizinische Berufe, die in dem Land schlechter bezahlt sind als in vielen anderen.

Osaka als zweitgrößte Stadt des Landes registrierte im vergangenen Jahr 3800 Fälle, in denen Krankenwagen mehrere Kliniken anrufen oder anfahren mussten, bevor sie schließlich einen Platz für einen Patienten fanden. In einem besonders krassen Fall war eine 89-Jährige an einem Herzinfarkt gestorben, nachdem die Feuerwehrleitstelle zwei Stunden lang 30 Kliniken abtelefoniert hatte, um einen Platz für sie zu finden.

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(AFP/beu)