Sie hielt sich für den Teufel: Eine Frau aus Lourdes hat ihre 81-jährige Mutter getötet - laut Staatsanwaltschaft tat sie es im Wahn.
Im südfranzösischen Wallfahrtsort Lourdes hat eine Frau ihre Mutter mit einem Kruzifix erschlagen. "Ich hatte Visionen im Traum, ich habe gesehen, dass ich der Teufel und das Schlechte bin", sagte die junge Frau der Polizei laut der Tageszeitung La Dépêche du Midi.
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Die Tochter ging demnach in der Nacht zum Montag erst mit einer Nachttischlampe, dann mit einer Bettlatte und schließlich mit dem Kreuz auf ihre 81-jährige Mutter los. Laut Staatsanwaltschaft verübte sie die Tat im Wahn.
Nachdem sie selbst den Notarzt gerufen habe, hätten die Rettungskräfte die Tochter blutüberströmt am Bett ihrer Mutter gefunden, hieß es in dem Bericht.
Die Frauen sollen beide streng katholisch sein und in ärmlichen Verhältnissen gelebt haben. Sie haben sich erst vor zwei Jahren in Lourdes niedergelassen und dabei auf Besserung ihrer Lage gehofft. Mutter und Tochter lebten demnach in einer kleinen Wohnung auf dem Kirchplatz der Stadt und nahmen regelmäßig Lebensmittelhilfen in Anspruch
Der Wallfahrtsort zieht nach Auskunft von Sozialarbeitern der Caritas und des Roten Kreuzes häufig Menschen an, die an Problemen der geistigen Gesundheit litten, so die Zeitung. Die Kranken hofften, dass sich in Lourdes ihre Situation verbessert.
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(AFP/tkw/hai)
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da drängt sich doch unweigerlich die Frage auf: muss man bei jedem Religiösen damit rechnen, dass die immanente Selbstherrlichkeit jederzeit jeden dazu legitimiert über Leben und Tod des gegenübers zu urteilen?
Ja, wenn man ganz streng k ist, dann ist das durchaus drin.