Nach Morddrohungen gegen 25 Bürger geht in der 3000-Seelen-Gemeinde Umhausen im Ötztal die Angst um. Aber der Bürgermeister, dessen Familie auch betroffen ist, verkündet tapfer: "Wir lassen uns nicht einschüchtern."
Nach Morddrohungen gegen 25 Bürger geht in der 3000-Seelen-Gemeinde Umhausen im Ötztal in Tirol (Österreich) die Angst um. Polizisten patrouillieren in diesen Tagen in den Straßen und bedrohte Dorfbewohner stehen unter Personenschutz. Geschäfte, Schulen und Kindergärten waren am Montag geöffnet, obwohl ein vermutlich psychisch gestörter Täter mit der Ermordung der Menschen an diesem Tag gedroht hat.
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"Meine Bevölkerung ist im höchsten Maße wütend, aber wir lassen uns nicht einschüchtern", sagte Umhausens Bürgermeister Jakob Wolf der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Auch seine Familie steht auf der Todesliste des Unbekannten.
Seit drei Jahren wird die Gemeinde immer wieder durch anonyme Drohungen in Angst und Schrecken versetzt. Brandanschläge und Überfälle auf Dorfbewohner wurden gemeldet. Die Frau des Bürgermeisters fand am Montag auf der Windschutzscheibe ihres Autos ein Flugblatt mit der Aufschrift "Herzliche Anteilnahme".
Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Täter um einen Dorfbewohner handelt, der bei seinen Aktionen sehr geschickt vorgeht. Zwar habe man den Kreis der Verdächtigen "eingeengt", meldete die Polizei am Montag, doch habe der Täter keine Spuren hinterlassen. "Wir werden ihn kriegen. Es reicht uns, denn unser ganzes Dorf ist in Geiselhaft eines nicht normalen Menschen", sagte der Bürgermeister.
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(dpa)
Studie von UN-Kinderhilfswerk