Schuppiges Festessen - weil das Schuppentier vermögenden Chinesen so gut schmeckt, ist es jetzt vom Aussterben bedroht. Tierschützer wollen dies verhindern.
Der schier unstillbare Appetit der Chinesen auf Schuppentiere hat die Säugetiere Umweltschützern zufolge an den Rand des Aussterbens gebracht. Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage nach Schuppentieren sei der Bestand an Wildtieren in China und in anderen asiatischen Staaten stark zurückgegangen, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Tierschutzorganisation "Traffic". Die Wildtierbestände könnten der zunehmenden Wilderei nicht standhalten, deshalb sei jetzt entschlossenes Handeln mit Unterstützung der Regierungen in der Region gefragt.
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Das Schuppentier, das auch Tannenzapfentier genannt wird, ist mittlerweile in den Wäldern Asiens selten geworden, weil es den Chinesen so gut schmeckt. (© Foto: dpa)
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"Traffic" zitierte Jäger und Händler, die berichteten, es gebe nur noch derart wenige Schuppentiere in den Wäldern Kambodschas, Laos' und Vietnams, dass die Tiere jetzt in ihren letzten noch verbliebenen Verstecken in Südostasien gejagt würden. Zollbehörden in Vietnam hatten im März 2008 24 Tonnen gefrorenes Schuppentierfleisch aus Sumatra und Indonesien beschlagnahmt, vier Monate später kamen nochmals 14 Tonnen in Sumatra hinzu. Auch Schuppentiere aus Afrika wurden bereits in Asien sichergestellt.
Die wegen ihres Aussehens auch als Tannenzapfentiere bekannten Schuppentiere werden von Chinesen sehr gern gegessen, spielen aber auch eine wichtige Rolle in der traditionellen Heilkunde. Schuppentiere sind Säugetiere, die sich bei Gefahr wie ein Igel oder eine Kellerassel einrollen können. Es gibt verschiedene Arten, die zwischen 2,5 und 33 Kilo schwer werden.
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(AFP/abis/luw)
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Ich finde es zunächst einmal löblich, daß der vietnamesische Zoll die Ausfuhr verhindert. Allerdings frage ich mich, ob diese Maßnahme im konkreten Fall wirklich hilft. Was passiert: Eine große Menge Schuppentierfleisch wird dem Markt entzogen. Das Angebot sinkt, die Nachfrage ist aber weiterhin vorhanden, die Preise steigen, somit wird es auch attraktiv, die letzten verbliebenen Tiere mit großem Aufwand zu jagen.
Oder lassen sich die Zwischenhändler wirklich so weit abschrecken, dass es sich für sie nicht mehr lohnt?