Tödliche Bruchlandung auf der Ferieninsel Phuket: Ein Flugzeug mit 130 Passagieren ist in Flammen aufgegangen. Mehr als 80 Menschen starben, darunter zahlreiche Touristen. Unter den Verletzten sind offenbar auch Deutsche.
Bei einem schweren Unwetter ist auf der thailändischen Ferieninsel Phuket ein Flugzeug verunglückt und in Flammen aufgegangen. Mehr als 80 Menschen kamen bei der Bruchlandung ums Leben.
Ausgebrannt: Das Flugzeug der thailändischen Billigfluggesellschaft One-Two-Go nach der Bruchlandung auf Phuket. (© Foto: dpa)
Anzeige
Etwa 40 weitere Passagiere konnten sich aus dem brennenden Wrack retten. Darunter waren nach Angaben eines örtlichen Krankenhauses auch fünf Deutsche.
Phuket ist ein beliebtes Reiseziel. Nach Angaben der Luftverkehrsbehörde waren sieben Besatzungsmitglieder sowie 123 Passagiere an Bord. Etwa die Hälfte von ihnen waren Ausländer. Unter den Toten seien irische, israelische, australische und britische Staatsbürger.
Über deutsche Todesopfer gab es zunächst keine Angaben. Die deutsche Botschaft in Bangkok hat einen Krisenstab und eine Telefon-Hotline für besorgte Angehörige eingerichtet.
Überlebende berichteten von einem ungewöhnlich holprigen Landeversuch. Die Maschine sei schwer geschüttelt worden. Über den Flughafen zog zu dem Zeitpunkt ein Unwetter mit starken Regenfällen und heftigen Windböen.
Die Sicht war schlecht, als die in der Hauptstadt Bangkok gestartete Maschine mit der Flugnummer OG269 zur Landung ansetzte. "Der Pilot entschied durchzustarten, aber das Flugzeug geriet aus der Balance und stürzte ab", sagte ein Vertreter der Luftverkehrsbehörde.
Die Maschine raste über die Landebahn hinaus und bohrte sich mit dem Cockpit in einen Erdwall. Sie brach auseinander und fing sofort Feuer.
"Vom Feuer eingehüllt"
"Ich habe Passagiere gesehen, die vom Feuer eingehüllt waren", sagte einer der Überlebenden im Fernsehen. "Ich hatte Angst, dass das Flugzeug explodiert, also bin ich weggerannt."
Passagiere, die im hinteren Teil des Flugzeugs saßen, stemmten die Türen auf und sprangen ins Freie. Viele erlitten dabei Verletzungen. Einige der Überlebenden trugen Brandwunden davon.
Am späten Nachmittag drang aus dem ausgebrannten Wrack noch immer Qualm. Die Maschine war der Länge nach aufgerissen. Wrackteile waren im Umkreis von mehreren hundert Metern verteilt.
Bis in die Nacht arbeiteten Helfer unter Flutlicht, um Opfer zu bergen.
Bei der verunglückten Maschine handelt es sich um eine Maschine vom Typ McDonnell Douglas MD-82, die in Bangkok gestartet war. Sie gehörte der thailändischen Billigfluglinie One-Two-Go, die wiederum im Besitz von Orient Thai Airlines ist.
Deren Geschäftsführer zeigte sich schockiert. Es sei der erste Unfall seit Aufnahme des Flugbetriebs vor mehr als zehn Jahren, sagte er im thailändischen Fernsehen.
Der Flughafen wurde nach dem Unglück bis auf weiteres geschlossen.
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
- Chronik Schwere Flugzeugunglücke 20.08.2008
(sueddeutsche.de/Reuters/AP/AFP/dpa)
Bundespräsident Gauck in Israel
sie hat insofern genutzt als wir zwei uns in unserem Bewußtsein darüber gefunden haben. Das ist wenig, aber für mich viel und genug für heute.
und ich schließe mich der Beschwerde in dem Wissen an, daß sie nichts nutzen wird. (Denn ähnliche Kritik gab es bereits vor Monaten...)
aber die Werbung "mutiger Weg" neben den Unglücksbildern- und Nachrichten sind ekelhaft.
Wie es eben so ist: man verdient eben Geld auch mit dem schaurigen Elend verunglückter.
und ich sag nichts neues: aber Billigprodukte waren schon immer in der Gesamtsicht teurer.
Gilt genauso für Billig-Zeitunglesen.
Es versteht sich überhaupt nicht von selbst, dass Billigairlines generell nur mit alten Maschinen wirtschaftlich operieren können. Oft kosten die im Betrieb nämlich viel mehr (z.B. höherer Treibstoffverbrauch, teure Ersatzteile) als moderne Jets mit sparsamen Triebwerken und Herstellergarantie!
So kommts, dass viele Billigairlines deutlich jüngere und modernere Flotten als Lufthansa und Co. haben. Beispiel EasyJet: durchschnittliches Alter der Flotte ca. 2 Jahre!!!
Was mich unterdessen immer mehr wundert : warum hat der Tower das Okay zur Landung bei den Wetterverhältnissen gegeben ?
Paging