Terroranschläge in Frankreich Polizei nimmt mutmaßliche Helfer von Toulouse-Attentäter fest

Im vergangenen März erschoss Mohamed Merah im Großraum Toulouse sieben Menschen in drei Tagen, bevor er bei einer Schießerei mit der Polizei selbst getötet wurde. Nun soll die französische Polizei zwei Komplizen des Attentäters festgenommen haben.

Ein junger Mann schockierte ganz Frankreich: Im vergangenen März erschoss Mohamed Merah binnen weniger Tage sieben Menschen im Großraum Toulouse, bevor er bei einem Feuergefecht mit der Polzei selbst getötet wurde. Nun, neun Monate nach den Attentaten von Toulouse, haben französische Anti-Terror-Ermittler zwei mutmaßliche Helfer des Täters festgenommen.

Einer davon soll ein Jugendfreund Merahs sein. Die französischen Behörden waren zunächst davon ausgegangen, dass der 23-Jährige ein Einzeltäter war, der lediglich die Unterstützung seines Bruders Abdelkader hatte.

Die Festgenommenen, ein Mann und eine Frau, stünden nun jedoch unter Verdacht, den Islamisten Merah bei der Begehung der Morde unterstützt zu haben, hieß es aus Justizkreisen. Der Mann sei in Albi festgenommen worden, seine ehemalige Lebensgefährtin in Toulouse.

Im März hatte Merah in Frankreich die schlimmsten Terroranschläge seit Jahren verübt. Die Todesopfer waren drei Soldaten sowie auch drei Kinder und ein Lehrer an einer jüdischen Schule.

Bevor Merah nach etwa 32-stündiger Polizeibelagerung seiner Wohnung bei einem Schusswechsel von einem Scharfschützen getötet wurde, hatte er sich selbst als Mudschaheddin, als Gotteskrieger, bezeichnet und erklärt, dem Terrornetzwerk al-Qaida nahezustehen.