Ein schwerer Wirbelsturm hat die dicht besiedelte Ostküste Chinas erreicht. Etwa zwei Millionen Menschen mussten ihre Häuser verlassen.
Der Taifun "Wipha" ist am frühen Mittwochmorgen auf das chinesische Festland getroffen und bewegt sich in Richtung der Millionenstadt Shanghai. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, erreichte der Sturm nahe der Stadt Wenzhou Geschwindigkeiten von mehr als 45 Metern pro Sekunde.
Evakuierte schlafen in einer Notunterkunft (© Foto: Reuters)
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Bereits am Dienstag waren in Ostchina den Angaben nach mehr als zwei Millionen Menschen in Sicherheit gebracht worden, davon allein über 290.000 in Shanghai, wo der Sturm für den frühen Nachmittag (Ortszeit) erwartet wird.
In Shanghai dürfte "Wipha" den Erwartungen nach der schwerste Sturm seit zehn Jahren werden. Von den Evakuierungen sind vor allem die Küstengebiete betroffen, aber auch Bewohner baufälliger Häuser im Stadtzentrum.
Flüge wurden gestrichen, Fährverbindungen unterbrochen und Arbeiten auf Baustellen eingestellt. Schulen und Kindergärten blieben geschlossen. Die Veranstalter der Fußballweltmeisterschaft für Frauen verlegten das für Mittwoch geplante Spiel zwischen Norwegen und Ghana auf Donnerstag.
Sturm schwächt sich ab
Durch die starken Regenfälle in Shanghai ist im Vorfeld bereits ein Mensch ums Leben gekommen. Der Mann erlitt im Wasser einen durch eine defekte Lampe verursachten tödlichen Stromschlag.
Mit Windgeschwindigkeiten bis 230 Kilometer in der Stunde traf der Taifun bei Cangnan auf Land, rund 40 Kilometer südlich von Shanghai. Auf seinem Weg nach Norden schwächte er sich dann aber zu einem tropischen Sturm ab. Der Taifun bewegt sich weiter in Richtung Nordwesten. In seinem Zentrum herrschten Windgeschwindigkeiten von rund 180 Stundenkilometern.
Nach Angaben von Meteorologen in Zhejiang war der Sturm dort ähnlich stark wie der letzte große Tropensturm "Saomai" im Jahr 2006, der 400 Menschen das Leben kostete. In Zhejiang wurden fast 40.000 Schiffe und Boote zurück in die Häfen beordert. Der Sturm hatte zuvor bereits in Japan und Taiwan insgesamt drei Menschenleben gefordert.
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(AFP/AP/dpa)
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