Über 900 Gäste feiern mit der Zeitung, die ihnen meistens viel Freude, aber auch manchmal Kummer bereitet.
Am Morgen hatte sie sich auf einer Pressekonferenz den innen- und außenpolitischen Fragen der Berliner Journalisten gestellt. Am Abend widmete sich Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut der Presse. Diesmal allerdings nur einer Zeitung.
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Punkt 19 Uhr erschien die Kanzlerin im schwarz-roten Outfit zur festlichen Nacht der Süddeutschen Zeitung, die in diesem Jahr im Deutschen Historischen Museum stattfand. Neben der Bundeskanzlerin hatte sich fast das gesamte Kabinett zu dieser Gala in dem blau illuminierten Gebäude Unter den Linden angesagt.
Der Hausherr Professor Hans Ottomeyer freute sich an diesem Abend über 900 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Manche von ihnen besichtigten vor der offiziellen Feier noch die Ausstellung.
Zur Eröffnung im Pai-Bau nahm SZ-Chefredakteur Hans Werner Kilz ein Zitat der Kanzlerin aus ihrer Pressekonferenz am Mittag auf. "Auch für die Süddeutsche Zeitung wird 2008 ein Schlüsseljahr", sagte Kilz in Anspielung auf Merkels Prognose für die Große Koalition. An Herausforderungen wird es der Zeitung in diesem Jahr nicht nur journalistisch mangeln.
Im Sommer zieht die Redaktion um. Mehr noch interessierte die Gäste freilich die Frage, was aus der SZ nach dem Eigentümerwechsel wird. Kilz beruhigte: "Die SZ wird auch nach dem Eigentümerwechsel das bleiben was sie ist, eine überregionale Qualitätszeitung." Geschäftsführer Klaus Josef Lutz wies daraufhin, dass im 18.Jahrhundert mit Kurfürst Karl Theodor schon einmal ein Pfälzer nach München gekommen sei und sich nach anfänglicher Skepsis dort sehr wohl gefühlt habe.
Viel Lob für die SZ gab es von Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung, der sich auch schon mal über manchen Kommentar geärgert hat. Er wünsche sich weiterhin einen so ausgewogenen Politikteil.
Auch die Schauspieler Wolfgang Stumpf und Otti Fischer outeten sich als Fans der Zeitung. Stumpf sagte er habe ein SZ-Abonnement, aber das von der Sächsischen Zeitung. Dies wüssten aber nur Insider.
Die Grünen-Politikerin Renate Künast verriet, dass sie viele Artikel aus dem Feuilleton oder dem Wissen erst im Urlaub lese. Das große Buffet im Schlüter-Hof war schließlich rasch umlagert. Und zu portugiesischer Musik wurde bis spät in die Nacht hinein getanzt.
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
(SZ Primetime vom 15.01.2008/grc)
Kapitalabzug aus Südeuropa
In dem ZS-Bericht kann man lesen: "An Herausforderungen wird es der Zeitung in diesem Jahr nicht nur journalistisch mangeln."
Tatsachenmitteilung oder Freudscher Versprecher oder grammatisches Problem?
"Zur Eröffnung im Pai-Bau nahm SZ-Chefredakteur Hans Werner Kilz ein Zitat der Kanzlerin aus ihrer Pressekonferenz am Mittag auf.
"Auch für die Süddeutsche Zeitung wird 2008 ein Schlüsseljahr", sagte Kilz..."
Da kann ich Herrn Chefredakteur Kilz nur beipflichten!
Als erstes sollte er mal dafür sorgen, dass die unmöglichen Ladenschlusszeiten im "sued-café" wieder abgeschafft werden, damit sein Anspruch auf eine "überregionale Qualitätszeitung" keine leere Floskel bleibt...
Dazu wünsche ich der SZ viel Erfolg!