Von 260 Deutschen weiß man, dass sie während der Flutkatastrophe verletzt wurden. Die Zahl vermissten deutschen Touristen ist unterdessen auf über 1000 gestiegen.
Das sagte der stellvertretende Leiter des Krisenstabs in Berlin, Staatssekretär Klaus Scharioth, am Donnerstag.
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Bisher war davon ausgegangen worden, dass nach der verheerenden Flutwelle vor vier Tagen noch rund 1000 deutsche Touristen vermisst werden.
Inzwischen konnten 33 Todesopfer aus Deutschland identifiziert werden - 26 in Thailand und sieben in Sri Lanka. Scharioth sagte weiter, 260 Deutsche seien schwer verletzt worden.
Der Staatssekretär sagte, dass noch am Donnerstag zwei Charter-Maschinen mit Überlebenden in München und Frankfurt erwartet werden. 33 Deutsche kamen mit einem belgischen Flugzeug und landeten inzwischen in Brüssel.
Die Rettung der deutschen Touristen von Sri Lanka ist vier Tage nach der Flutkatastrophe abgeschlossen. "Jeder ausreisewillige Deutsche ist ausgeflogen worden", sagte der deutsche Botschafter Jürgen Weerth in Colombo. Insgesamt sind nach Angaben der Botschaft rund 3000 Deutsche in ihre Heimat gebracht worden.
Etwa 600 Bürger der Europäischen Union werden seit der Flutkatastrophe allein auf Sri Lanka noch vermisst. Die Zahl der nach der Flutwelle in Thailand vermissten Schweden ist nach Mediengaben mit mindestens 3000 doppelt so hoch wie bisher offiziell bestätigt.
Das skandinavische Land wäre damit das mit Abstand am schlimmsten von der Naturkatastrophe getroffene Land in Europa.
Der Tourismuskonzern Thomas Cook flog seit Montag insgesamt 2150 deutsche von der Flutkatastrophe in Südasien betroffene Urlauber nach Deutschland aus. Mit fünf regulären und vier Sonderflügen der Condor aus Colombo (Sri Lanka), Phuket (Thailand) und Male (Malediven) konnten alle reisefähigen Urlauber zurückkehren, sagte ein Sprecher am Donnerstag. "Vor Ort gibt es keine Gäste mehr, die möglichst schnell wieder zurückwollen."
Mit 53 Verletzten der Flutkatastrophe an Bord wurde der Lazarett- Airbus "MedEvac" der Bundeswehr am Donnerstagabend in Deutschland zurück erwartet.
Während des Fluges von Phuket kümmern sich Notfallmediziner um die Verletzten, die nicht nur aus Deutschland kommen. Geplant ist, dass die "fliegende Intensiv-Station" bereits am Silvestermorgen wieder in das Katastrophengebiet zurück fliegt.
Im thailändischen Luxushotel "Magic Lagoon" bei Khao Lak wurden weitere 21 Hotelgäste lebend gefunden. Damit seien mindestens 206 der 415 zumeist aus Deutschland stammenden Urlauber am Leben, teilte der Hotelkonzern Accor am Donnerstag in Paris mit.
Von den 320 Hotelangestellten, von denen 250 zum Zeitpunkt des Unglücks Dienst hatten, seien mindestens 221 am Leben. 70 Prozent der Hotelgäste waren Deutsche.
Nach der Flutkatastrophe verzeichnen die deutschen Hilfsorganisationen eine überwältigende Spendenbereitschaft. "Mir fehlen ehrlich gesagt die Worte", sagte Lübbo Roewer vom Deutschen Roten Kreuz am Donnerstag.
Schon in den ersten zwei Tagen gingen beim DRK 3,4 Millionen Euro ein. Ähnliche Erfahrungen machten die anderen Hilfswerke. Der Spendenfluss müsse aber weiter steigen, weil der Bedarf an Hilfe so unvorstellbar sei wie das Ausmaß der Katastrophe, sagten Sprecher.
Bundespräsident Horst Köhler hat die Deutschen nachdrücklich zu Spenden aufgerufen. Wie zuvor Bundeskanzler Gerhard Schröder forderte auch der Bundespräsident eine Schuldenerleichterung für die von der Flut betroffenen Nationen.
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(dpa)
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