Stromausfälle an US-Ostküste dauern an Halloween fällt aus

Nach dem frühen Schneesturm bekommen die USA die massenhaften Stromausfälle nicht in den Griff. Dunkelheit könnte zwar zu Halloween passen - wenn nicht Hunderttausende Kinder auf nun unbeleuchteten Straßen unterwegs wären. Eine Stadt hat nun angekündigt, das Fest aus Sicherheitsgründen zu verschieben.

Auch zwei Tage nach dem überraschend frühen Schnee im Nordosten der USA waren am Montag immer noch Millionen ohne Strom. Viele Schulen und Büros blieben geschlossen, weil technische Geräte nicht funktionierten oder nicht geheizt werden konnte.

Sorgen bereitete den Behörden der Halloween-Montag: Jedes Jahr ziehen dann Hunderttausende Kinder verkleidet von Haus zu Haus, um Süßigkeiten einzufordern. Weil in vielen Orten Straßenbeleuchtung und Verandalicht fehlen, empfahlen einige Offizielle schon, den Feiertag zu verschieben, auch wenn am Montag wieder die Sonne über dem Nordosten der USA schien.

Worchester in Massachusetts, die nach Boston zweitgrößte Stadt Neuenglands, verschob Halloween einfach: "Die Sicherheit kennt keine Feiertage", hieß es von der Stadt. "Unsere Jugend könnte durch Schneewehen und abgebrochene Äste in Gefahr geraten. Deshalb bitten wir alle Eltern, Schulen, Bürger und Nachbarn, dass wir Halloween erst am Donnerstag feiern." Dann sei es nicht nur mit 16 Grad Celsius deutlich wärmer, sondern auch der Strom sei wieder da.

"Das ist kein Kinderspiel"

Die Meteorologen hatten für die Nacht zum Sonntag (Ortszeit) zwar Schnee angekündigt, der kurzzeitige Wintereinbruch hatte die an mildes Herbstwetter gewohnten Amerikaner dann aber doch überrascht. Zudem schneite es schon Samstagmittag. An vielen Orten wurden Rekordwerte gemessen, teilweise fiel mehr als ein halber Meter Schnee. Mindestens fünf Menschen starben, möglicherweise hatten aber noch mehr Todesfälle mit dem Wetter zu tun. Millionen Haushalte sind ohne Strom und können nicht kochen, Licht machen, Vorräte kühlen und viele können nicht einmal heizen. Und das könnte noch tagelang so bleiben: "Wir hoffen, in New York die große Mehrheit bis Montagabend wieder am Netz zu haben", hieß es zwar vom Stromversorger ConEdison, aber auch: "Und wir hoffen, die meisten Haushalte im Umland bis zum Mittwochabend wieder versorgen zu können."

Nördlich davon, in Connecticut, könnte es noch länger dauern: "Das ist kein Kinderspiel", hieß es von Connecticut Light & Power. "Es könnte mehr als eine Woche dauern, bis alle Kunden wieder am Netz sind." Nach eigenen Angaben setzt der Stromversorger sogar Hubschrauber ein, um an die beschädigten Überlandleitungen zu kommen.

Am Montag normalisierte sich der Verkehr wieder. Am Wochenende hatten laut CNN 84 Fahrgäste in einem Zug festgesessen, der durch einen Steinschlag blockiert war. In Dutzenden Flugzeugen saßen Passagiere bis zu neun Stunden auf der Rollbahn fest, weil einige Flughäfen geschlossen wurden und andere die zusätzlichen Maschinen aufnehmen mussten.