Vor Gericht streiten drei Monteure über einen Lottogewinn von 1,7 Millionen Euro. Der Geldregen hat der Tippgemeinschaft bislang nur Frust eingebracht.
Da liegen 1,7 Millionen Euro auf dem Konto, und keiner kommt ran: Ein Millionen-Gewinn beim Lotto hat drei Arbeitskollegen der Firma Bosch aus Hildesheim bisher nichts als Ärger beschert. Die Monteure streiten vor dem Landgericht Hildesheim, wem der Gewinn gehört.
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Streit ums Lottoglück: Ein Millionengewinn beendete die Freundschaft eines Monteurs-Trios. (© Foto: ddp)
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Auf das Geld kann keiner der drei zugreifen, die Konten sind gesperrt, solange der Rechtsstreit nicht entschieden ist. Heute hörte das Gericht sieben Zeugen, die den verworrenen Streit aber kaum klären konnten. Nur eines wurde deutlich: Beim Geld hört die Freundschaft auf.
Der Initiator der Tippgemeinschaft und ein Kumpel stehen im Verdacht, einen dritten Mitspieler übergangen zu haben. Im Sommer 2008 bescherte ihnen das "Super Ding", eine spezielle Lotto-Spielvariante, den großen Geldregen.
Was danach passierte, darüber gehen die Schilderungen auseinander. Der eventuell übergangene Kollege beruft sich auf Telefonate und Kurznachrichten vom selben Abend und hatte am ersten Verhandlungstag betont, auch er habe mitgespielt. "Ich habe nach der Schicht 21 Euro bezahlt für das Superding." Dagegen behaupteten die beiden anderen, sie hätten sich spontan zusätzlich zwei Scheine extra gekauft, an denen der Kollege gar nicht beteiligt gewesen sei.
Einen Vergleich lehnten die Beteiligten ab. Richter Michael Meyer-Lamp hatte vorgeschlagen, dass die beiden unstreitigen Gewinner je rund 670.000 Euro, der dritte sich übergangen fühlende Kollege etwa 395.000 erhalten sollte.
Die zerstrittenen Kollegen werden sich am 6. Januar vor Gericht wiedersehen. Dann will Richter Meyer-Lamp entscheiden, ob der Gewinn unter allen drei Monteuren geteilt werden muss oder ob das Geld doch nur zwei von ihnen gehört. Doch der Richter ahnt schon, dass seine Entscheidung nicht das letzte Wort sein wird: "Das geht in die nächste Instanz."
Eine Entscheidung ist bereits gefällt: Lotto spielen die Arbeiter bei Bosch in Hildesheim nicht mehr und von Tippgemeinschaften haben sie erst recht die Nase voll. "Seit dem Vorfall machen wir das nicht mehr", erzählte ein Betonbauer.
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(sueddeutsche.de/dpa/kred/grc)
Studie von UN-Kinderhilfswerk
Sollen die sich doch einfach durch alle Instanzen klagen, dann ist die Kohle auch weg und es gibt nichts mehr zu streiten.
Man man, Jungs, geht mit dem Geld doch erst mal zusammen einen heben und danach wird der Rest geteilt. Knapp 600 000 für jeden! Das ist doch nun wirklich ein Grund eine sich GEMEINSAM zu freuen!!!
Der Vergleich klingt doch fair, zumal es scheinbar unstrittig ist, dass sich der dritte Kollege beteiligt hat.
Dass sie sich "spontan zusätzlich zwei Scheine extra gekauft" haben und der Kollege deshalb außen vor bleibt ist wirklich lachhaft.
Beim Geld hört wirklich nur die "Freundschaft" zwischen Pappnasen auf!
Einmal schreiben , und der Rechtsstreit findet nicht statt.
Wenigstens haben die Anwälte was von der Kohle.
wenn die Intelligenz nicht ausreichend vorhanden ist sich zu einigen, oder es keine Freundschaft war!