Die Erbin des L'Oréal-Konzerns Liliane Bettencourt hat fast eine Milliarde Euro verschenkt. Die eigene Tochter will die reichste Frau Frankreichs deshalb entmündigen.
Der Brief, der da der französischen Presse zugespielt wurde, klingt liebevoll, fast rührend. "Ma chère maman", beginnt ihn Françoise Bettencourt und lässt viele mitfühlende Worte folgen für "die bewundernswerte Frau", an die sich das Schreiben richtet.
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Will von einer Bevormundung nichts wissen: Liliane Bettencourt. (© Foto: AFP)
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Dann kommt die Tochter zur Sache. Sie hält ihrer 87 Jahre alten Mutter Liliane Bettencourt vor, diese sei nicht mehr recht gesund, von ihren wahren Freunden isoliert und von einer schlechten "Entourage" beeinflusst.
"Deine Tochter, die Dich sehr liebt"
Daher habe sie sich gezwungen gesehen, ein Vormundschaftsverfahren einzuleiten, rechtfertigt sich Françoise Bettencourt und schließt: "Deine Tochter, die Dich sehr liebt, ungeachtet all dessen, was wir durchmachen."
Nun passiert es in etlichen Familien, dass Kinder sich um die geistige Gesundheit und auch um das Vermögen ihrer betagten Eltern sorgen. Im Falle dieser Familie aber kommt noch etwas dazu: Liliane Bettencourt ist die reichste Frau Frankreichs und einer der 25 reichsten Menschen der Welt.
Auf 13,4 Milliarden Dollar schätzt das Magazin Forbes ihr Vermögen. Ihr Vater, Eugène Schueller, hatte den Kosmetikkonzern L'Oréal im Jahr 1907 gegründet, sie selbst soll immer noch 27,5 Prozent der Aktien an dem Unternehmen halten.
Die alte Dame fühlt sich gut
Die diskrete, betagte Dame sitzt im Aufsichtsrat, fühlt sich nach eigenen Angaben gut und will von einer Bevormundung nichts wissen. Frühere Versuche ihrer Tochter, sie auf ihre Zurechnungsfähigkeit hin untersuchen zu lassen, wies sie zurück. "Ich bin eine freie Frau", hat sie in einem ihrer sehr seltenen Interviews gesagt. Und dabei will sie es bewenden lassen.
Die Tochter aber glaubt, ihre Mutter vor einem schillernden Herrn schützen zu müssen, dem Fotografen, Romanautor und Schauspieler François-Marie Banier. Der heute 62 Jahre alte Salonlöwe aus der Pariser Prominentenszene pflegte schon früh engen Umgang mit Berühmtheiten wie Salvador Dalí.
In den achtziger Jahren fotografierte er Liliane Bettencourt und gewann ihr Vertrauen. Die Multimilliardärin schätzte den Charme Baniers und seinen Esprit. Der Fotograf habe ihr geholfen, dem konservativen Milieu, das sie als Multimilliardärin umgab, zu entkommen, hat sie einmal geschrieben.
So leistete ihr Banier oft Gesellschaft und begleitete sie auf Reisen. Im Gegenzug schenkte die reiche Dame ihrem Inspirator mal einen Picasso, mal einen Scheck und mal eine Lebensversicherung. Banier sagte, er betrachte die L'Oréal-Erbin als seine Mäzenin.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, womit die schwerreiche Mutter ihrer Tochter nun droht.
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Wenn die alte Dame plötzlich stirbt, dann wissen wir wer es gewesen war...
Außerdem hätte ich auch gern ein paar Milliönchen, damit ich etwas "unternehmen" kann. Was muss ich dafür tun? Als Hostes auftreten? :-))
Gibt es etwas noch niederträchtigeres als der eigenen Mutter aus Gier die Zurechnungsfähigkeit abzusprechen? Nicht viel. Liliane Bettencourt hat L'Oreal nicht gegründet, aber Sie hat das Erbe ihres Vaters geschickt vermehrt. Sie hat etwas geleistet. Was, dagegen, hat ihre Tochter geleistet?
Liliane Bettencourt hat ihr Leben lang verstanden, dass Reichtum auch verpflichted. Offenbar hat sie das ihrer Tochter nicht vermitteln können.
Richtiggehend abstoßend wird Françoise Bettencourt aber erst durch die Summen um die es hier geht. Was ist selbst eine Milliarde Dollar bei einem Vermögen von 13,4 Milliarden? Selbst ein Viertel davon wäre mehr Geld als Françoise Bettencourt je ausgeben kann. Und dabei hat Ihre Mutter sie schon in eine Position gebracht wo sie sich selbst wird beweisen können. Und selbst wenn Sie sich nur zurückleht und die Konzernführung Fachleuten überläßt wird sie niemals darben müssen.
Gier hat ab heute ein Gesicht. Françoise Bettencourt
Wenn ich meine Mutter so sehr lieben würde- und natürlich nicht ihr Geld- dann hätte ich den Brief an die Adresse meiner Mutter geschickt anstatt an die Zeitung.
Es gibt Leute die sagen,
aus diesem Grund müsse Geld
aus dieser Welt verbannt werden.
Packen wir es an!
ca-canaris
Ich kenne einen Regensburger Richter, der seine Schwiegermutter - sie ist rein zufällig die Freundin meiner Mutter - entmündigen wollte, um an deren Vermögen zu kommen!
Er hat es geschafft. Es hat Jahre gedauert, bis diese Frau wieder ihr eigene/r (Herr) Frau war. Kurz danach ist sie vor Gram über die Dreistigkeit ihrer Tochter und des Schwiegersohnes gestorben.
Das gibt es bei uns tagtäglich. Die Form - ob höflich oder unhöflich - spielt hier keine Rolle. Allein die Tatsache sich an dem von den Eltern erwirtschafteten Vermögen zu bereichern, ist eine Frechheit. Solange die Eltern leben, gehört das Vermögen der Eltern den Eltern. Und nichts anderes!
Und da sind wir auch schon wieder bei einem Punkt: Ungeklärte Morde an alten Leuten!
Nur ein Bruchteil wird lt. Gerichtsmedizinern aufgedeckt!
Es gibt sogar Kliniken, in denen alte Leute mit Tabletten und Medikamenten vollgepumpt werden und die Alten eines angeblichen natürlichen Todes sterben. Vorher wurde sogar noch schnell das Testament geändert. Sei es zugunsten der Klinik oder sei es zugunsten irgendwelche "Schmarotzer" - die dann auch der Klinik noch etwas zukommen lassen.
An einem süddeutschen See liegt eine solche Klinik, deren Inhaber steinreich geworden ist.
Allein durch das Betreiben dieser Klinik hat er sein Vermögen nicht gemacht. Man könnte ein Buch darüber schreiben!
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