Der Orkan "Kyrill" wird im Laufe des Donnerstags über Deutschland fegen und dabei voraussichtlich einige Verwüstungen anrichten. Laut Vorhersage kann er Windstärke 12 erreichen - die höchste, die die Skala hergibt.
Auf See will (und muss) man seine Widersacher kennen. Die Kräfte benennen, die an einem Schiff zerren und es zu zerstören drohen. Der ärgste Gegner zu See ist der Wind - vor allem, wenn er seine Kräfte zu einem Sturm gebündelt hat.
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So ist es fast zwangsläufig, dass die internationale Klassifizierung von Stürmen auf einen Seemann zurückgeht: Der Brite Francis Beaufort entwickelte 1806 die nach ihm benannte Beaufort-Skala.
Dabei beobachtete er das Verhalten des von ihm kommandierten Schiffs Woolwich bei verschiedenen Windstärken. Heute umfasst die Skala 13 verschiedene Stufen. 0 steht dabei für absolute Windstille, 12, die höchste Stufe, für einen Orkan.
Um die Kriterien für die oberste Kategorie zu erreichen, müssen mindestens Windgeschwindigkeiten von 118,5 Kilometer pro Stunde gemessen werden, so wie bei dem Orkan "Kyrill", der an diesem Donnerstag den Nordwesten Deutschlands erreichen soll. Orkane stürmen meistens über dem Meer, da dort die Oberflächenreibung geringer ist und sich die Winde dort besser austoben können als über Land.
Dennoch ist das Landesinnere nicht vor Verwüstungen durch Orkane gefeit: 1999 wütete Lothar im Süden Deutschlands. Orkan gilt als Oberbegriff für Stürme der stärksten Kategorie. Tropische Wirbelstürme wie die Hurrikane über dem Atlantik oder die pazifischen Taifune sind sozusagen besondere Formen eines Orkans.
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(Süddeutsche Zeitung vom 18.01.07 )
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