Michael Schreckenberg ist einer der Pioniere der deutschen Stau-Forschung. Seit zehn Jahren beschäftigt den Duisburger Professor die Frage, warum sich auf Deutschlands Autobahnen immer wieder kilometerlange Autoschlangen bilden. Besonders hat es ihm das Ruhrgebiet angetan, wo sich das dichteste Autobahngeflecht der Republik befindet.
"Dieser Mann befreit uns vom Stau", lautet die Überschrift eines Zeitungsartikels auf dem Schwarzen Brett vor seinem Büro. "Das geht natürlich nicht", räumt der 47-jährige Physiker ein - nicht aus Bescheidenheit, sondern weil er weiß, dass die Stauforschung keine exakten Prognosen machen kann. Das liegt vor allem am Autofahrer selber, dessen Verhalten in der Regel "irrational", "unvorhersehbar" und deshalb empirisch kaum fassbar ist.
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Schreckenberg hat sich auf Stauprognosen spezialisiert, ein Gebiet, auf dem er, wie er sagt, der einzige Forscher in Europa oder vielleicht sogar weltweit ist.
Seine Studien ergaben, dass es nicht unbedingt sinnvoll ist, wenn der ADAC wie diese Woche wieder routinemäßig vor "Megastaus" in Bayern und Baden-Württemberg warnt, weil dort die Sommerferien beginnen.
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