Die ARD-Zuschauer müssen vorerst auf die beliebte Sportmoderatorin verzichten: Monica Lierhaus liegt nach einer Operation im künstlichen Koma.
Die Nachricht ist für viele ein Schock, und besonders bei der ARD löste sie am gestrigen Mittwoch große Bestürzung aus: Monica Lierhaus liegt im künstlichen Koma. Der 38-Jährigen geht es schlecht; wie schlecht, wollte Programmdirektor Volker Herres allerdings nicht sagen. Lierhaus sei erst vor kurzem operiert worden und liege derzeit im künstlichen Koma, ließ die ARD in München mitteilen.
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Ernsthaft erkrankt: Sportmoderatorin Monica Lierhaus. (© Foto: AP)
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"Die Nachricht von der Erkrankung geht uns sehr nahe. Die Zuschauer ihrer Sendungen müssen nun eine Zeitlang ohne Monica Lierhaus auskommen, aber das ist im Moment nachrangig", sagte Herres. Er appellierte dringend an alle Medien, "ihre Privatsphäre zu respektieren und von journalistischen Nachfragen bei Freunden, Verwandten und in ihrem Umfeld abzusehen". Zuallererst gehe es jetzt um die Gesundheit von Monica Lierhaus. "Ich wünsche ihr eine rasche und vollständige Genesung. Was sie im Moment am dringendsten braucht, ist Ruhe", sagte der ARD-Programmdirektor.
Seit die gebürtige Hamburgerin 2004 fürs Erste tätig ist und die "Sportschau" moderiert, zählt sie zu den bekanntesten Gesichtern des öffentlich-rechtlichen Systems, was auch an den hohen Einschaltquoten liegt, die bei Massenereignissen wie den Olympischen Spielen, der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und der Fußball-EM 2008 erzielt wurden. Lierhaus, die selbst eine begeisterte Tennisspielerin ist, steht bei solchen Anlässen meist an prominenter Stelle vor der Kamera - zuletzt am 6. Januar bei der Vierschanzentournee in Bischofshofen. Es sei ihr zu diesem Zeitpunkt augenscheinlich gut gegangen. Vor und hinter der Kamera habe sie im Interview mit den Skispringern gewohnt locker und souverän gewirkt, berichten Journalisten, die Lierhaus kennen.
Termine abgesagt
Beim der ARD hat man bereits auf die schwere Erkrankung von Lierhaus reagiert: Laut Dienstplan der "Sportschau"-Redaktion (WDR) hätte die Moderatorin am 30.Januar beim Start der Bundesliga-Rückrunde Hamburg gegen den FC Bayern München in ihrer Heimatstadt den nächsten Einsatz gehabt. Lierhaus wird diesen Termin aber offenbar nicht wahrnehmen können. Da sie in Hamburg ihren Wohnsitz hat, liegt es nahe, dass sie sich jetzt dort auch in ärztliche Behandlung begeben hat. Die 38-Jährige lebt mit dem Journalisten Rolf Hellgardt zusammen.
Ihre Fernsehkarriere begann beim Privatsender Sat 1, für den sie 1999 bis 2001 die Fußballshow "ran" präsentierte. Lierhaus schafft es meistens mit einer Mischung aus Charme und Hartnäckigkeit, Sportler, Trainer und Funktionäre aus der Reserve zu locken. Fußball-Bundestrainer Joachim Löw ist nicht der einzige, der sich regelmäßig Lierhaus anvertraut. Privat engagiert sie sich als Unicef-Botschafterin, etwa im ostafrikanischen Uganda.
Die Wertschätzung der ARD für die bereits mehrfach ausgezeichnete Moderatorin zeigte sich zuletzt im vergangenen Dezember, als bekannt wurde, dass ihr neuer, auf sechs Jahre laufender Vertrag einen Jahresverdienst von angeblich 875000 Euro vorsieht - auch in der Gehaltsliste zählt sie bei ihrem Sender damit zu den Spitzenkräften. Bei Zuschauerbefragungen schneidet Lierhaus regelmäßig sehr gut ab, sie gilt als kompetent und glaubwürdig.
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(SZ vom 15.01.2009)
Bundespräsident Gauck in Jerusalem
Alles Gute und eine baldige , schnelle , vollständige Genesung wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen !
Werden Sie schnell wieder ganz gesund , denn Ihre Moderationen waren immer sehr gut und sicherlich ein sehr schöner Genuß , Herzerfrischend , offen und ehrlich !
Hoffen wir Alle , daß Sie , sehr geehrte Frau Lierhaus , bald wieder an Ihre Wirkungsstätte völlig gesund zurück kehren können !
DANKE und LG
Vielen Dank an die SZ, die sich vorbildlich an die verständlichen Wünsche seitens ihres Umfelds hält und nicht im Detail auf die Krankengeschichte eingeht.
Frau Lierhaus wünsche ich alles Gute und vollständige Genesung. Ihre Moderation ist immer ein Genuss.
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Das negative Rating meines vorigen Beitrags zeigt mir, daß ich mich wohl nicht klar genug ausgedrückt habe. Vielleicht haben einige hier auch nicht gelesen, was Michaela geschrieben hatte:
"Endlich... ... mal wieder ein Thema das uns alle interessiert.
Vor lauter Finanzkrise und Gasprom wollte ich schon keine Nachrichten mehr lesen."
Also, sry, ich kann natürlich nachvollziehen, das das Übermaß an Meldungen über Finanzkrise und Gazprom langsam nervt, aber trotzdem kann man doch nicht die Nachricht über Lierhaus' schwere Erkrankung als eine positive "Abwechslung" sehen! Solch ein Thema kann doch niemand ernsthaft wollen. Und mit dem Kästner Zitat "Wo bleibt das Positive" wollte ich ausdrücken, daß es schön wäre, wenn es auch mal wieder positive Nachrichten zu lesen gäbe, aber daß natürlich klar ist, daß Journalisten diese nicht einfach erfinden können. Es sind eben einfach erbärmliche Zeiten, leider.
Soweit klar jetzt?
Monica Lierhaus schwerkrank, sicher ein Thema, das die Leute interessiert, aber im Grunde hätten wir doch lieber darauf verzichtet, oder? Wie schon eine anonyme Leserbriefschreiberin Erich Kästner vorgeworfen hat: "Wo bleibt das Positive?" Kästner's Antwort: "Ja, weiß der Teufel, wo das bleibt."
:-(
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