Sara S. verschwand spurlos, wochenlang wurde sie gesucht. Ganz Italien nahm Anteil am Schicksal der 15-Jährigen - und erfährt nun fassungslos von einem bizarren Familiendrama.
Dass es ein besonders trostloses Verbrechen ist, bei dem die 15-jährige Sara S. gestorben ist, war schon lange klar. Das hübsche, zarte Mädchen mit den blonden Haaren war am 26. August in der apulischen Kleinstadt Avetrana losgegangen. Sie wollte zu ihrer Kusine und besten Freundin Sabrina M., um mit ihr ans Meer zu fahren. Doch Sara verschwand spurlos auf dem kurzen Weg zu Sabrina.
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Das Schicksal der 15-jährigen Sarah S. bewegte Italien: Menschenauflauf beim Begräbnis des Teenagers vor wenigen Tagen. (© AP)
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Sechs Wochen wurde sie gesucht, dann gestand der Vater von Sabrina, Saras Onkel, das Entsetzliche: Mit einem Traktorseil hat er das Mädchen in der Garage erwürgt. Der 53-Jährige war zudringlich geworden, Sara hatte sich gewehrt. Er habe die Tote mit dem Auto auf ein Feld gebracht, sagte Michele M. Er habe sie entkleidet und sich an der Leiche vergangen. Dann vergrub er sie in einem alten Wasserloch, die Polizei fand es nur mit seiner Hilfe.
In den langen Wochen der Suche nach Sara hatte nicht nur ihre Mutter ständig den Medien Auskunft gegeben. Auch Michele M. und seine Tochter Sabrina, oft unter Tränen, sprachen vor Mikrofonen und Kameras über Saras Verschwinden. Und vor laufender Kamera erfuhr Saras Mutter dann auch vom Geständnis des Onkels. Das war in einer Sendung, die sich der Suche nach Vermissten widmet. Die Umstände dieses Verbrechens haben viele Italiener erschüttert. 10000 Menschen sind nach Avetrana zur Trauerfeier für Sara gekommen, zum Teil von weither. Die Kusine Sabrina, 22, beteuerte immer wieder, sie habe nichts geahnt von der Tat ihres Vaters.
Strangulation in der Garage
Saras Mutter ließ wissen, dass sie nicht an Sabrina zweifle. Die Polizei aber hatte neue Spuren und starke Zweifel an den Aussagen von Michele M. und seiner Tochter. Nun ist auch Sabrina M. seit Samstag in Taranto in Haft. Seine Tochter habe ihm geholfen, Sara zu töten, hat Michele M. ausgesagt. Sie habe die Jüngere in die Garage genötigt und festgehalten, während er das Mädchen strangulierte. Sara sollte zu niemandem mehr über die sexuellen Belästigungen Michele M.s reden, von denen sie am Abend vor ihrem Tod ihrer Lieblingskusine erzählt hatte.
Sabrina M. beteuert weiter ihre Unschuld. Über ihre Anwälte wurde am Sonntag bekannt, sie nenne ihren Vater verrückt und verlange: "Er soll mir ins Gesicht sagen, was er den Ermittlungsrichtern gesagt hat." Die Polizei hält eine solche Begegnung für zu riskant. Die Profiler, die Michele M. anhand seines Verhaltens eingekreist haben, trauen seiner Tochter aufgrund ihrer Persönlichkeitsstruktur nicht.
Als nach Sara noch gesucht wurde, ist einiges über sie bekannt geworden: Sie hatte den Kopf voller Teenagerträume, wollte weg aus Avetrana und berühmt werden. Nun, da sich dort ein Abgrund aufgetan hat und Sara samt ihrer Träume beerdigt ist, ist sie wohl tatsächlich so etwas wie berühmt.
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(SZ vom 18.10.2010/grc)
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Sabrinas Vater, der gleichzeitig Saras Onkel ist, war der Mörder.
Exakt wie beschrieben.
"Sechs Wochen wurde sie gesucht, dann gestand der Vater von Sabrina, Saras Onkel, das Entsetzliche: Mit einem Traktorseil ..." heißt es in dem Artikel. Demnach war der Vater der Mörder, aber wenn man weiterliest scheit es es war der Onkel.
Was ist denn nun richtig?
Danke für den Hinweis, wir werden umgehend eine Korrektur vornehmen.
Beste Grüße
... ich weiß nicht, ob bei der SZ die Praktikanten oder der Computer solche Artikel übersetzen. Aber bitte etwas mehr Mühe!!! Das ist ein grauenhaftes Deutsch - insbesondere der letzte Absatz.
'squallido' sollte man nicht mit 'trostlos' ins Deutsche übersetzen sondern im Sinne von 'miserabile' nämlich mit 'elendig' oder 'schlimm' oder 'mies' und 'lausig' !
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