Ein SPD-Kreistagsabgeordneter aus Sachsen-Anhalt soll pornografisches Material an ein 13-jähriges Mädchen gegeben haben.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen SPD-Kreistagsabgeordneten aus Sachsen-Anhalt wegen der Verbreitung pornografischer Schriften an Minderjährige.

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Die Ermittler kamen über die SPD-Bundeszentrale in Berlin auf die Spur des Mannes, wie der Hallenser Oberstaatsanwalt Peter Vogt am Montag sagte. Dem Sozialdemokraten aus dem Salzlandkreis wird vorgeworfen, einem 13-jährigen Mädchen in Österreich in einem Internet-Chatroom ein pornografisches Foto gesendet zu haben.

Auf die Anzeige der Minderjährigen hin wurde der Sendeweg über den SPD-Server in Berlin bis zu einem Rechner in der Landesgeschäftsstelle in Magdeburg zurückverfolgt. Dort ist der Beschuldigte im Organisationsbereich beschäftigt.

Sein Computer wurde am Donnerstag vergangener Woche durchsucht, sagte SPD-Sprecher Falko Grube in Magdeburg. Der Mitarbeiter wurde vom Dienst suspendiert. Er habe die gegen ihn erhobenen Vorwürfe nicht dementiert.

Im Parlament des Salzlandkreises vertrat der Abgeordnete die SPD in den Ausschüssen für Gesundheit und Soziales sowie Jugendhilfe.

Seine Fraktion zog ihn am Montagmorgen aus diesen Gremien zurück. Der Mann legte sein Mandat nieder und erklärte seinen Parteiaustritt.

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(AP/mmk)