Innerhalb von 24 Stunden wurden vier Frauen in verschiedenen spanischen Städten von ihren ehemaligen Ehemännern oder Lebensgefährten ermordet.
Eine Welle der Macho-Gewalt erschüttert Spanien. Binnen weniger als 24 Stunden wurden vier Frauen in verschiedenen spanischen Städten von ihren ehemaligen Ehemännern oder Lebensgefährten ermordet. Noch nie zuvor seien in Spanien so viele Frauenmorde an einem Tag registriert worden, berichtete die spanische Presse am Mittwoch.
In Spanien gibt es eine Welle der Macho-Gewalt. (© Foto: iStock)
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Drei der Täter wurden festgenommen, der vierte nahm sich selbst das Leben. Die Morde ereigneten sich in Madrid, in der nordwestspanischen Stadt Valladolid, in El Puerto de Santa María im Süden des Landes und in Cullera in Ostspanien. Die Opfer waren zwischen 22 und 55 Jahre alt. Zwei von ihnen wurden erstochen, die anderen beiden erschossen.
Die Morde lösten eine Debatte über das Gesetz zum Schutz der Frauen vor Gewalt in der Ehe aus, das die Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero im Parlament hatte verabschieden lassen. "Dieses Gesetz erwies sich als völlig nutzlos", sagte der Innenminister der Madrider Regionalregierung, Francisco Granados.
Demgegenüber betonte die Präsidentin des Observatoriums der Gewalt gegen Frauen, Montserrat Comas: "Man kann nicht von einem Scheitern des Gesetzes sprechen." Die spanische Regierung wies darauf hin, dass nur eine der jetzt ermordeten Frauen ihren Partner vorher wegen Misshandlungen angezeigt hatte. Seit Beginn des Jahres wurden in Spanien 17 Frauen von ihren Partnern ermordet.
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(dpa/jüsc)
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