Mehr als 300 afrikanische Flüchtlinge haben seit Donnerstagabend mit ihren Booten die Kanarischen Inseln erreicht. Es war der bisher größte Flüchtlingszustrom nach Europa in diesem Jahr.

Auf den spanischen Kanaren sind binnen eines Tages über dreihundert Flüchtlinge aus Afrika angelandet. Am Samstagmorgen erreichte ein Boot mit 101 Flüchtlingen die Insel Gran Canaria, wie die Verwaltung der Inselgruppe mitteilte.

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Die Menschen an Bord seien "offenbar bei guter Gesundheit". Am Vortag waren schon ein dutzend Boote mit insgesamt mehr als zweihundert Flüchtlingen ans Ufer der Inseln gelangt. Wie eine Fotografin der Nachrichtenagentur AFP berichtete, kam der jüngste Schwung an Flüchtlingen aus dem französisch-sprachigen Afrika südlich der Sahara, viele von ihnen aus dem Senegal.

Nachdem im vergangenen Jahr so viele Flüchtlinge wie nie zuvor auf den Kanaren angelandet waren, hatte die sozialistische spanische Regierung ihre Kontrollen rund um die Inselgruppe verschärft und die Europäische Union dazu angehalten, die Küste vor Westafrika stärker zu überwachen.

Im vergangenen Jahr waren über 31.000 afrikanische Flüchtlinge auf die Kanaren gelangt, mehr als in den vier Jahren zuvor zusammen. In den ersten vier Monaten diesen Jahres sank die Zahl der Flüchtlinge von rund 4600 im Vorjahr auf knapp 2200. Seit zwei Wochen kommen aber wieder mehr Flüchtlinge auf den Kanaren an.

(AFP/AP)

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