Eine rekordverdächtige Schwangerschaft hat in Frankreich eine heftige Kontroverse über späte künstliche Befruchtungen ausgelöst.

Glückliches Ende einer umstrittenen Schwangerschaft: In Paris hat eine 59-Jährige Drillinge zur Welt gebracht, nachdem sie sich in Vietnam illegal künstlich befruchten ließ.

Drillinge; ddp

Drei auf einen Schlag: Auch für junge Eltern bedeutet das beachtliche Anstrengung (© Foto: ddp)

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Die Babys wurden in der Nacht zum Sonntag per Kaiserschnitt auf die Welt geholt, teilte eine Kliniksprecherin am Montag mit. Der betagten Mutter und allen drei Kindern, zwei Jungen und einem Mädchen, gehe es gut.

Die rekordverdächtige Schwangerschaft war vergangene Woche bekanntgeworden. In Frankreich brach daraufhin eine Kontroverse über künstliche Befruchtungen in hohem Alter aus. Die Mutter, eine Französin asiatischen Ursprungs, hatte sich in Vietnam befruchtete Eizellen einer Spenderin einpflanzen lassen. In Frankreich selbst ist diese Praxis nur unter strengen Regeln und höchsten bis zum Alter von 42 Jahren gestattet.

Mediziner betonten, trotz des offenkundigen Gesetzesverstoßes können man der werdenden Mutter die Versorgung nicht versagen. Die Frau wurde in einer Pariser Spezialklinik für Problemschwangerschaften rund um die Uhr betreut. Der Vater ist nach Medienberichten in seinen 40ern. Bereits eine einfache Schwangerschaft ab 45 Jahren gilt als ungewöhnlich.

Eine künstliche Befruchtung ab diesem Alter ist wegen der Gefahren für Mutter und Kind auch in Vietnam verboten. Die Ärzte vermuten, die Französin habe sich in eine skrupellose Privatklinik begeben, um sich ihren Kinderwunsch dennoch erfüllen zu können. Nach Angaben der Zeitung Le Parisien hat noch nie eine Frau in so hohem Alter Drillinge zur Welt gebracht.

Als "Rekordhalterin" gilt derzeit Omkari Panwar aus Indien, die in diesem Sommer mit 70 Jahren Zwillinge gebar. In Frankreich sorgte im Juni das Schicksal einer 46-Jährigen für Bestürzung, die bei der Geburt von Drillingen ins Koma fiel. Der Vater muss nun alleine mit den Kindern zurechtkommen.

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(AP/mmk)