Erneut haben Seeräuber am Horn von Afrika einen großen Tanker gekapert. Dabei soll es zu einem heftigen Schusswechsel gekommen sein.
Am Horn von Afrika ist ein deutscher Tanker, der Flüssiggas transportiert, von mutmaßlichen somalischen Piraten entführt worden. Die MV Longchamp, die unter der Flagge der Bahamas fährt, ist am Donnerstag in den frühen Morgenstunden im Golf von Aden attackiert worden.
Der gekaperte Gastanker MV Longchamp: Die Crew des Frachters sei unversehrt, teilte die Betreiberfirma mit. (© Foto: AP)
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Nach Angaben der ostafrikanischen Seefahrerverbandes hat es "einen heftigen Schusswechsel" an Bord gegeben, angeblich sei die Crew aber unversehrt. Den Angriff bestätigte auch das Unternehmen Bernhard Schulte Shipmanagement, der Betreiber der Longchamp in Hamburg.
Deutsche Seeleute sind nicht an Bord. Von den 13 Besatzungsmitgliedern kommen 12 von den Philippinen und einer aus Indonesien. Der 3400-Tonnen-Tanker ist knapp hundert Meter lang, wurde in Japan gebaut und ging 1990 in Betrieb.
Über den genauen Hergang der Entführung gab es zunächst keine genaueren Angaben. Er sei in einem von Kriegsschiffen gesicherten Konvoi unterwegs gewesen, versicherte der Betreiber. Wie es dennoch zu dem Überfall kommen konnte, ist unklar. Angeblich hat eine indische Fregatte in der Nähe noch versucht einzugreifen, doch sie sei zu spät gekommen, hieß es in Meldungen aus der Region.
Das Anti-Piraterie-Zentrum des International Maritime Bureau in London wollte auf Anfrage der Süddeutschen Zeitung zu diesen Berichten noch nicht Stellung nehmen. "Wir werten noch Informationen aus", sagte ein Pirateriespezialist am Donnerstagabend. Bislang sind noch keine Lösegeldforderungen bekannt geworden, die Betreiber des Schiffes hatten nach eigenen Angaben zunächst keinen Kontakt zu den Kidnappern oder der Crew auf dem Schiff.
Der Überfall auf die Longchamp ist bereits der dritte Piratenüberfall am Horn von Afrika in diesem Jahr. Die weltweite Piraterie hat sich seit dem Jahr 2008 erheblich verschärft, die Gewässer entlang der somalischen Küste und im Golf von Aden gelten als besonders gefährlich. Dort gab es im vergangenen Jahr allein 111 Angriffe, 42 Schiffe dabei wurden entführt.
Weltweit wurden 293 Schiffsüberfälle registriert, so viele wie noch nie zuvor. Etwa 20 Marineschiffe überwachen das Seegebiet, um Angriffe auf Frachtschiffe zu vermeiden. Für die deutsche Marine ist derzeit die Fregatte Karlsruhe im Einsatz. Erst vor einigen Tagen nahm eine französische Fregatte bei einem Einsatz neun Piraten fest. Dennoch geraten weiterhin Schiffe in die Gewalt von Seeräubern.
Die Piraten sind mit modernen Booten und neuester Waffentechnik ausgerüstet. Im vergangenen Jahr haben sie mit ihren Entführungen nach Schätzungen mehr als 30 Millionen Euro Lösegeld erpresst. Erst im November war ein saudischer Öltanker mit Rohöl im Wert von mehr als 100 Millionen Dollar an Bord in die Gewalt von somalischen Piraten geraten. Für angeblich drei Millionen Dollar war die Sirius Star schließlich freigekommen.
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(SZ vom 30.01.2009/hai)
Kapitalabzug aus Südeuropa
Was soll den diese unsinnige Meldung von Herrn Perras.
Das ist kein deutsches Schiff, das fährt unter der Flagge der Bahamas und ist weder aus Hamburg oder Bremen oder wenigstens in Deutschland registriert und es schein kein einziger Deutscher an Bord zu sein.
Wenn es einem Deutschen gehört oder einem steuersparenden Schiffsfont, dann hat der soviel Geld mit der Ausflaggung und seinen Hiwis an Bord verdient, da kann der schon mal ein anständiges Entwicklungshilfe-Piraten-Bakschisch zahlen. Da habe ich kein Mitleid.
Und außerdem habe ich noch nichts von einer Fregatte von den Bahamas am Horn von Afrika gehört.
Haben die etwa aus Kostengründen und der Gewinnmaximierung nur Paddelboote zur Piratenabwehr? Da könnten wir ja dann auch von denen echt sparen lernen...
Japan gebaut und ging 1990 in Betrieb.
Wieso denn jetzt deutscher Tanker?? Und wieso muss die Bundesmarine da hin?
Ach ja, wenn jetzt einer sagt Bernhard Schulte Shipmanagement in Hamburg is doch Deutsch.. Laut der Homepage ist der Sitz der Firma in Limassol, Zypern.. Noch Fragen??? http://www.bs-shipmanagement.com/info/imprint/
Grüsse,
Euer verwirrter Golo
Was auch dubios ist: hat es "einen heftigen Schusswechsel an Bord gegeben"
Also wenn das ein deutsches Schiff ist, dürfen da keine Schusswaffen an Bord sein, oder? Es gilt ja jeweils ..die Rechtsordnung des Flaggenstaates,.. (Quelle: wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Schiffahrt#Flagge_und_Register ). Und meines Wissens nach gilt auch in Zypern, dass Unberechtigte (und ich denke nicht, dass die entschuldigung- asiatischen HiWis eine entsprechende Waffensachkundeprüfung etc abgelegt haben) keine Waffen besitzen dürfen. Was läuft da falsch?
Lt n-tv (Nachrichten um 23:00) hätte das Schiff (mit dem tollen deutschen (?) Namen Longchamp) auf einen Begleitzug mit Militärkräften warten sollen und können.. Aber jetzt zahlen wir dann doppelt.. Unsere Jungs auf den Marinepötten und das Lösegeld an die somalischen Piraten. Falls die Piraten geschnappt werden, gibts noch ne Portion warme Suppe, n bisschen Wasser und Klamotten und dann werden sie wieder irgendwo rausgelassen. Nachdem die Waffen beschlagnahmt wurden (wie lange dauert es in Somalia vermutlich, um wieder neue AK74 oder 47, RPG7 etc in die Hände zu bekommen?) Und dann wahrscheinlich noch Aufbauhilfe für die armen somalischen Fischer, als die sich die Piraten dann im Nachhinein ausgeben.
Ich kapiers echt net..
Warum soll man Steuerflüchtlinge auf Kosten der steuerzahlenden Deutschen schützen?
Piraten entführen deutschen Tanker ...
und die Bundeswehr schippert nebenher und beobachet aufs schärfste ...
Da sieht man, wie ineffizient das Militär in dieser Gegend operiert. So soll das wohl suggeriert werden. Schickt mehr Marine!!
Paging