Das müssen auch alle anderen EM-Hauptsponsoren erleben. Der Brausekonzern Coca-Cola, der Autobauer Hyundai und Kia, McDonald's, der Autozulieferer Continental, Canon, Sharp, Castrol und die Carlsberg-Brauerei geben ebenfalls viel Geld aus, um die EM als Werbeplattform zu nutzen. Auch sie werden in Generalhaftung genommen und sind Adressaten von Internet-Protesten von Tierschützern.
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Der Tenor der Protestler: Tut etwas gegen das Tiermassaker, oder wir kaufen eure Produkte nicht mehr.
Was ist dran an der mutmaßlichen Tierquälerei?
Das zeigt Wirkung. Reihum verurteilen inzwischen die meisten der EM-Sponsoren etwaige Tiermassaker. "Wir sind strikt gegen jede Form der Tierquälerei und erwarten von der ukrainischen Regierung, diesen Vorwürfen gewissenhaft nachzugehen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen", heißt es bei Adidas. Dem Vernehmen nach liefen die Drähte in den vergangenen Tagen heiß.
Sponsoren intervenierten beim europäischen Fußballverband Uefa, dem EM-Veranstalter. Dieser wiederum übte Druck auf die Regierung in Kiew aus. Selbige verbot nun die Tötung streunender Hunde. Man solle sie besser in Tierheime stecken - wer sich daran nicht halte, werde bestraft, sagte Ministerpräsident Nikolai Asarow.
Was aber ist von solchen Ankündigungen zu halten? Wie wird kontrolliert, ob sie eingehalten werden?
Das führt aber auch zur Frage, ob tatsächlich herrenlose Hunde zu Tausenden "gemordet" werden, wie Tierschutzorganisationen behaupten. Oder handelt es sich um eine Medienkampagne, die Einzelfälle gezielt aufbauscht? Darüber sind sich in Kiew lebende ausländische Beobachter ebenso uneins wie die einheimischen Kommentatoren.
Dass Hunde lebendig in "fahrende Krematorien" geworfen oder von Dampfwalzen überrollt werden, dementieren erwartungsgemäß die Sprecher aller vier EM-Städte. Im Internet kursieren derweil schreckliche Filme, die angeblich genau das zeigen, deren Herkunft allerdings oft unklar ist.
Wie in jedem anderen europäischen Land steht auch in der Ukraine Tierquälerei unter Strafe. Doch können herrenlose Tiere, bei denen der Verdacht auf ansteckende Krankheiten besteht, eingeschläfert werden. Auf diesen Gummiparagrafen berufen sich private Hundefänger, die für jedes "liquidierte Tier" eine Prämie bekommen. In der Bevölkerung stößt es überwiegend auf Beifall, dass die Tiere aus den Wohnvierteln verschwinden sollen.
Die Aufregung namentlich bei den Deutschen quittierte ein Kommentator mit dem Hinweis, wonach die Bundesbürger mehr Geld für ihre Haustiere als für ihre Kinder ausgeben. Dass deutsche Tierschützer in Kiew die Umrüstung von Krankenwagen in ambulante Operationswagen für Tier-Sterilisierungen fordern, löst in dem Land, in dem die medizinische Grundversorgung miserabel ist, nur Kopfschütteln aus.
Hierzulande hingegen soll es bald eine Großdemo geben. "Ein Lichtermeer für die ermordeten Straßentiere in der Ukraine" lautet das Motto der in Berlin geplanten Veranstaltung. Schirmherrin ist Maja Prinzessin von Hohenzollern.
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"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
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(SZ vom 24.11.2011/jobr)
Studie zur Beliebtheit der Deutschen
http://www.sueddeutsche.de/panorama/hungersnot-in-ostafrika-kinder-noch-immer-akut-bedroht-1.1217748
Dass Lichterketten für "ermordeten Straßentiere" organisiert werden, während für Kinder niemand auf der Strasse demonstriert... lässt tief blicken.
Scheinbar können sie viele Menschen eher mit Hunden als mit Kindern identifizieren.
Und ja, manchmal habe ich auch den Eindruck, dass Hunde bei uns einen höheren Stellenwert einnehmen als Kinder.
Dabei kann man bei uns mittlerweile nicht mehr spazierengehen, ohne früher oder später in eine Hundemine zu treten. Der Grossteil der Hundeliebhaber kreischt empört auf, wenn er diesen Artikel liest, macht sich aber keinerlei Gedanken, wie sein Schnitzel und das Schappi seines Köters zustandekommt.
Das ist verlogen!
...finde ich es befremdlich, dass jemand der sich ernsthaft für die Interessen von Tieren einzusetzen vorgibt (hier: Sie), gewillt ist PETA als Quelle für seine Argumente anzuführen.
Wenige Unternehmen, und kaum NPOs, sind so amoralisch und doppelzüngig wie PETA.
Dazu möchte ich einfach nur die folgenden Ausdrucke vom Landesamt für Agrarwirtschaft und Verbraucherschutz des US-Staates Virginia (http://www.petakillsanimals.com/downloads/PetaKillsAnimals.pdf - zugegeben, ein pathetischer Name für die Datei...) anbringen.
In 2010 - und in guter Tradition zu den vorausgegangenen Jahren - wurden ca. 3600 von ca. 4800 aufgenommenen Tieren durch PETA getötigt ("euthanized") - knapp 80%.
Eine Organisation, die Spenden einwirbt für einen Betriebsablauf in dem vier von fünf Tieren derer man sich annimmt (im Übrigen noch im selben Jahr! - sonst wären sie über den Bilanzübertrag "on hand" ins Folgejahr bilanziert worden!) getötet werden ist in meinen Augen vieles, aber keine Referenz für Tierschutz.
Noch ein Aushängeschild des Durchblicks eines vorgeblichen Tierschützers oder -freundes.
Immer werden Gegenden, in denen ein mediales, internationales Grossereignis stattfinden soll, von Menschen, die im Weg sind oder Tiere, die unerwünscht sind, gesäubert. Das ist allen bekannt.
Aber es wäre in diesem Fall Sache des Fussballbundes, nicht nur sicher zu stellen, sondern auch mit fiananziellen Mitteln dazu beizutragen, dass streunende Tiere, moralisch ethisch, z.B. in Tierheimen, untergebracht werden können.
Der Fussballbund brüstet sich immer wieder damit, auch durch das Schaffen von Arbeitsplätze, am "Wohlstand" sowie sozialen Verbesserungen der gastgebenden, im Grunde armen Länder, mitzuwirken.
Es scheint, dass hier ein großes Feld zu beackern gilt, z.B. in Form von Werbekampagnen, streunende Hunde zu adoptieren, Tierheimbauten zu fördern und allgemeinen Tierschutz, denn Tierschutz ist Menschenschutz, ins Bewusstsein der ukrainischen Öffentlichkeit zu bringen.
Dabei könnten natürlich auch alle Sponsoren finanziell mithelfen. Geld hört auf zu "stinken", wenn es für soziale Zwecke, wobei der Tierschutz auch zählt, eingesetzt wird.
Kontrollen könnten Sportjournalisten in Verbindung mit Beauftragten des Fussballbundes, durchführen und die Ergebnisse puplizieren.
Gut, ich will natürlich zugeben, daß ich aus verschiedenen Gründen nicht unbedingt Freund des "Besten Freunden des Menschen" bin, was allerdings nichts mit dem Thema zu tun hat, deswegen die etwas pejorative Bezeichnung "Töle"
Aber ich stimme Ihnen auch vollkommen zu, daß Tiere - auch streunende nicht gefoltert oder gequält werden sollen. Aber bringen Sie bitte einen Lösungsvorschlag, um den bereits hier "Freddie" gebeten hat. TuMas
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