EM-Gastgeber Ukraine soll die massenhafte Liquidierung von streunenden Hunden angeordnet haben. Tierschützer attackieren in ihrer Wut nun auch die Sponsoren des sportlichen Mega-Events. Dabei könnte es sich nach Ansicht von Beobachtern auch um eine Medienkampagne handeln, die Einzelfälle gezielt aufbauscht.
Der Proteststurm tobt seit Tagen; ob er bald abebbt, ist zweifelhaft. Anfangs gingen die wütenden E-Mails in der Adidas-Zentrale in Herzogenaurach fast im Minutentakt ein. Auf den Facebook-Seiten des Sportartikelherstellers im Internet posteten Nutzer ihren Ärger nicht minder drastisch und zahlreich.
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In Kiew protestieren Tierschützer gegen den vermeintlich gezielten und systematischen Hunde-Mord im EM-Gastgeberland Ukraine. (© AP)
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Von bestialischen Tiermassakern in der Ukraine ist die Rede, sogar vom "Hunde-Holocaust". Brutal seien streunende Hunde betäubt, gefangen, getötet worden. Teilweise würden sie bei lebendigem Leib in fahrenden Krematorien verbrannt. Andere würden nicht minder qualvoll an Giftködern verenden, vergast, erdrosselt, lebendig begraben oder in Müllpressen zerquetscht. Und alles nur wegen Fußball.
Ein Sportartikelhersteller als Zielscheibe von Protestaktionen
Adidas, so die einhellige Meinung, müsse sofort etwas dagegen tun.
Im kommenden Jahr findet in Polen und der Ukraine die Fußball-Europameisterschaft (EM) statt. Weswegen die Stadtverwaltungen in den ukrainischen Spielorten Kiew, Lemberg (Lviv), Charkow und Donezk damit begonnen haben, systematisch streunende Hunde zu entfernen. Nach Berichten von Medien und Tierschützern werden die Tiere angeblich mit den beschriebenen Methoden getötet.
Diese Berichte entfachten den Sturm, der vor allem im Internet und in den sozialen Netzwerken tobt. "Adidas erlebt den Social-Media-Super-GAU", titelte ein Online-Medienmagazin.
Die Marke mit den drei Streifen ist seit vielen Jahren Hauptsponsor und Ausrüster von Fußball-Welt- und Europameisterschaften, sowie von Olympischen Spielen. Jedes Mal ist sie Zielscheibe von Protestaktionen. Mal geht es um Arbeitsbedingungen in fernöstlichen oder mittelamerikanischen Textilfabriken, mal um Menschenrechte in China. Sportliches Mega-Event plus prominenter Hauptsponsor garantieren jeder Protestorganisation hohe öffentliche Aufmerksamkeit für ihr Anliegen.
Zumal die Weltereignisse des Sports für die Sportartikelhersteller die perfekten, größten und wichtigsten Laufstege sind, um neue Produkte zu präsentieren und am eigenen Image zu feilen. Allein Adidas gibt im Zuge der EM 2012 viele hundert Millionen Euro für begleitende Marketingkampagnen aus. Hässliche Vorwürfe wie jener der Tierquälerei sind nicht nur schlecht fürs Geschäft - sie versauen auch das Image, wenn man tatenlos zusieht.
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FKK-Slackliner Alexander Schulz
http://www.sueddeutsche.de/panorama/hungersnot-in-ostafrika-kinder-noch-immer-akut-bedroht-1.1217748
Dass Lichterketten für "ermordeten Straßentiere" organisiert werden, während für Kinder niemand auf der Strasse demonstriert... lässt tief blicken.
Scheinbar können sie viele Menschen eher mit Hunden als mit Kindern identifizieren.
Und ja, manchmal habe ich auch den Eindruck, dass Hunde bei uns einen höheren Stellenwert einnehmen als Kinder.
Dabei kann man bei uns mittlerweile nicht mehr spazierengehen, ohne früher oder später in eine Hundemine zu treten. Der Grossteil der Hundeliebhaber kreischt empört auf, wenn er diesen Artikel liest, macht sich aber keinerlei Gedanken, wie sein Schnitzel und das Schappi seines Köters zustandekommt.
Das ist verlogen!
...finde ich es befremdlich, dass jemand der sich ernsthaft für die Interessen von Tieren einzusetzen vorgibt (hier: Sie), gewillt ist PETA als Quelle für seine Argumente anzuführen.
Wenige Unternehmen, und kaum NPOs, sind so amoralisch und doppelzüngig wie PETA.
Dazu möchte ich einfach nur die folgenden Ausdrucke vom Landesamt für Agrarwirtschaft und Verbraucherschutz des US-Staates Virginia (http://www.petakillsanimals.com/downloads/PetaKillsAnimals.pdf - zugegeben, ein pathetischer Name für die Datei...) anbringen.
In 2010 - und in guter Tradition zu den vorausgegangenen Jahren - wurden ca. 3600 von ca. 4800 aufgenommenen Tieren durch PETA getötigt ("euthanized") - knapp 80%.
Eine Organisation, die Spenden einwirbt für einen Betriebsablauf in dem vier von fünf Tieren derer man sich annimmt (im Übrigen noch im selben Jahr! - sonst wären sie über den Bilanzübertrag "on hand" ins Folgejahr bilanziert worden!) getötet werden ist in meinen Augen vieles, aber keine Referenz für Tierschutz.
Noch ein Aushängeschild des Durchblicks eines vorgeblichen Tierschützers oder -freundes.
Immer werden Gegenden, in denen ein mediales, internationales Grossereignis stattfinden soll, von Menschen, die im Weg sind oder Tiere, die unerwünscht sind, gesäubert. Das ist allen bekannt.
Aber es wäre in diesem Fall Sache des Fussballbundes, nicht nur sicher zu stellen, sondern auch mit fiananziellen Mitteln dazu beizutragen, dass streunende Tiere, moralisch ethisch, z.B. in Tierheimen, untergebracht werden können.
Der Fussballbund brüstet sich immer wieder damit, auch durch das Schaffen von Arbeitsplätze, am "Wohlstand" sowie sozialen Verbesserungen der gastgebenden, im Grunde armen Länder, mitzuwirken.
Es scheint, dass hier ein großes Feld zu beackern gilt, z.B. in Form von Werbekampagnen, streunende Hunde zu adoptieren, Tierheimbauten zu fördern und allgemeinen Tierschutz, denn Tierschutz ist Menschenschutz, ins Bewusstsein der ukrainischen Öffentlichkeit zu bringen.
Dabei könnten natürlich auch alle Sponsoren finanziell mithelfen. Geld hört auf zu "stinken", wenn es für soziale Zwecke, wobei der Tierschutz auch zählt, eingesetzt wird.
Kontrollen könnten Sportjournalisten in Verbindung mit Beauftragten des Fussballbundes, durchführen und die Ergebnisse puplizieren.
Gut, ich will natürlich zugeben, daß ich aus verschiedenen Gründen nicht unbedingt Freund des "Besten Freunden des Menschen" bin, was allerdings nichts mit dem Thema zu tun hat, deswegen die etwas pejorative Bezeichnung "Töle"
Aber ich stimme Ihnen auch vollkommen zu, daß Tiere - auch streunende nicht gefoltert oder gequält werden sollen. Aber bringen Sie bitte einen Lösungsvorschlag, um den bereits hier "Freddie" gebeten hat. TuMas
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