Simbabwe Afrikanische Behörden finden Leiche in Frachtflugzeug aus München

An Bord der Maschine sollen sich große Mengen Bargeld befunden haben. Sechs Crewmitglieder wurden festgenommen.

Nach dem Fund einer Leiche in einem aus Deutschland kommenden Frachtflugzeug haben die Behörden in Simbabwe sechs Crewmitglieder festgenommen.

Die Maschine der US-Fluggesellschaft Western Global Airlines werde für die Dauer der Untersuchung in der Hauptstadt Harare festgehalten, sagte eine Polizeisprecherin. Die Leiche eines Mannes wurde beim Öffnen eines Kühlungsschachts gefunden. Flughafenmitarbeiter hatten Blutflecken bemerkt. "Die Crew bat, zum Auftanken landen zu dürfen", sagte David Chawota, der Leiter der simbabwischen Zivilflugbehörde. "Doch unser Bodenpersonal entdeckte das Blut und wurde misstrauisch." Die Sprecherin sagte, die Leiche sei obduziert worden. Sie nannte keine weiteren Einzelheiten.

Zwischenstopp zum Auftanken?

Das Flugzeug war am Samstagabend in München in Richtung der südafrikanischen Hafenstadt Durban aufgebrochen, wie der Flughafen München bestätigte.

Simbabwischen Medienberichten zufolge soll das Flugzeug Fracht für die südafrikanische Zentralbank geladen haben. Aus Polizeikreisen verlautete, an Bord befänden sich große Mengen ("Millionen") der südafrikanischen Währung Rand.

Der südafrikanischen Zentralbank zufolge wird diese aber nicht in München gedruckt. Unklar ist bisher auch, ob der Stopp in Harare eine geplante Zwischenlandung zum Auftanken des Flugzeugs vom Typ MD11 war.

Weder das Polizeipräsidium München noch das für Freising zuständige Präsidium in Ingolstadt sind nach Angaben eines Polizeisprechers in München in die Ermittlungen bislang involviert.