Silvester ist nicht immer reibungslos verlaufen. In Berlin griffen 1000 Personen eine Polizeistation an. Ein Rettungswagen wurde gestohlen. Und Microsoft hat peinliche Software-Probleme.
Der Start in ein friedliches Jahr 2009 ist in einigen deutschen Städten danebengegangen. In Hamburg, Leipzig und Berlin gab es zum Teil heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei, die mit Verletzten und Dutzenden Festnahmen endeten. Auch aus Hessen und Bayern wurden Randale gemeldet. Und es gab überall Delikte, die mit exzessivem Alkoholgenuss zu tun hatten.
Bild vergrößern
Autonome blockieren in Hamburg in der Hafenstrasse neben einer brennenden Barrikade die Fahrbahn. Nach einer Demonstration im Schanzenviertel kam es in der Silvesternacht zu Ausschreitungen zwischen linken Demonstranten und Einsatzkraeften der Polizei. (© Foto: ddp)
Anzeige
Berlin: 1000 Menschen bedrohen Polizeiwache
Eine Gruppe von bis zu 1000 Menschen hat in der Silvesternacht die Polizeiwache im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg angegriffen. Zunächst hätten rund 500 Menschen in der Schönhauser Allee einen Polizeiwagen mit Feuerwerkskörpern beworfen und Fenster an einer Straßenbahn zerstört, wie Polizeisprecher Frank Millert am Donnerstag in Berlin sagte.
Die Gruppe sei später auf bis zu 1000 vor allem junge Menschen angewachsen, die auf das Polizeigebäude losgingen. Randalierer hätten dabei versucht, durch ein zerstörtes Fenster eine Rakete in die Polizeiwache zu schießen. Diese blieb jedoch in den Sicherheitsfenstern hängen.
Mehrere Polizisten wurden durch umherfliegende Glassplitter verletzt, drei Fahrzeuge der Polizei wurden beschädigt. Die Beamten nahmen drei Menschen wegen versuchter schwerer Brandstiftung und schwerem Landfriedensbruch fest. Gegen 13 Menschen leitete sie Ermittlungsverfahren ein. Rund 200 Beamte waren im Einsatz. Kurz vor drei Uhr beruhigte sich die Lage.
Leipzig: Wie immer Connewitz
Die Krawalle in Leipzig endeten mit 64 Festnahmen. Aus einer Gruppe von etwa 150 Jugendlichen waren die Polizisten mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern attackiert worden. Am Connewitzer Kreuz, einem alternativ geprägten Stadtteil Leipzigs, war es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Randalen gekommen, die diesmal aber aufgrund eines massiven Polizeiaufgebots rasch beendet werden konnten. Neben Polizisten aus Leipzig waren auch Beamte aus Nordrhein-Westfalen und der Bundespolizei im Einsatz.
Randale in Hamburg, Frankfurt und Augsburg
In Hamburg brachten die Ausschreitungen in der Silvesternacht zwei Festnahmen. Angehörigen der linksautonomen Szene hatten im Schanzenviertel Böller und Flaschen auf Polizeibeamte geworfen. Auch in der Hafenstraße im Stadtteil St. Pauli flogen Feuerwerkskörper und Flaschen auf Polizisten. Drei Beamte wurden den Angaben zufolge leicht verletzt und mindestens zwei Polizeiautos erheblich beschädigt. Auch in Frankfurt am Main lieferten sich Jugendliche in der Nacht kleinere Scharmützel mit der Polizei. Bei Mülltonnenbränden wurden Einsatzkräfte mit Flaschen beworfen. Eine größere Gruppe Jugendlicher versammelte sich an der Justizvollzugsanstalt und rüttelte dort für kurze Zeit am Eingangstor.
In der Augsburger Innenstadt rückten 14 Funkstreifen zu einer eskalierenden Punkerparty aus. Rund 50 aggressiven Partygästen wurden Platzverweise erteilt. Eine 24-jährige Österreicherin ging dabei auf Polizeibeamte los und wurde festgenommen.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 7 nächste Seite
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
- Jahreswende weltweit Welcome, 2009! 01.01.2009
- Bangkok: Club in Flammen Tod auf der Party 01.01.2009
- Feinstaubbelastung Silvester kann tödlich sein 30.12.2008
- Feuerwerk an Silvester Die bunte Gefahr 29.12.2008
Studie von UN-Kinderhilfswerk
Ich bin der Meinung Silvesterraketen und die sog. Boeller einfach zu verbieten, d.h. um die Silvesterzeit sollten schlicht und ergreifend einfach keine Raketen mehr verkauft werden. Damit ist natuerlich nicht das Problem geloest und ich hoere auch schon viele wettern, dass so die "Boeller- und Raketenindustrie" pleite gehen wuerde, und das in Zeiten der Rezession!
Aber vielleicht sollte man sich auch mal ueberlegen, wieviel es kostet, Polizisten an Silvester auf die Strasse zu schicken, den Sachschaden zu beheben (brennende Autos, kaputte Scheiben etc.) von alkoholisierten Menschen, die in der Notaufnahme landen, mal ganz zu schweigen.
Raketen und Boeller sind gefaehrlich, laut und machen viel Dreck. Ausserdem finde ich es aberwitzig, dass manche Leute immer noch das Geld haben, jenes innerhalb von 10 Minuten im wahrsten Sinne des Wortes zu verpulvern.
Ein Hoch auf Wunderkerzen und Knallerbsen!
Ach ja da Randalieren die Linken, werfen Steine auf Polizisten, feuern Raketen in die Polizeiwache.... Und irgendwann eskaliert das ganze sosehr das ein junger dum.mer fehlgeleiteter Möchtergernautonomer erschossen wird. Und dann.... gerecht wie die Linke Jugend ist, brennen mein und dein Auto. Geschäfte werden geplündert....
"Wenn hier ein Vertreter unseres Staates ... angegriffen werden, dann ist das ein Angriff auf uns alle"
Wie sehen Sie das Frau Merkel, wenn in Berlin eine Polizeiwache angegriffen wird? Ist das evtl. auch ein "Angriff auf uns alle"?
Ne, Frau Kanzlerin, die Frage war nicht ernst gemeint. Wenn irgendwo ein Rechter einen Pups lässt, dass ist das in der medialen Darstellung "eine Kriegserklärung" gegen die Demokratie. Aber wenn der linke oder kulturbereicherungsmob einen Angriff gegen eine Polizeiwache führt - ach, über solche Lappalien reden wir doch gar nicht.
Im übrigen bin ich der Meinung, dass wie die NPD verbieten und mehr FrauInnen in Führungspositionen tun müssen.
Also in den ARD- bzw. ZDF-Nachrichten hörte sich das gestern noch ganz anders an. Da war von einer weitgehend friedlichen Silvesternacht in Berlin die Rede.