Sicherheitskonzept Kölner Karneval Köln will an Karneval "Security Point" für Frauen einrichten

  • Die Stadt Köln stellte ihr Sicherheitskonzept für den Karneval vor. Demnach sollen 360 000 Euro zusätzlich investiert werden.
  • Frauen können sich in der Innenstadt an einen "Security Point" wenden. Dunkle Ecken sollen ausgeleuchtet werden. Das Sicherheitspersonal wird aufgestockt.
  • Die Stadt zieht damit Konsequenzen aus den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht.

Karnevalstage als Nagelprobe

Nach den Übergriffen an Silvester will Köln an Karneval dunkle Ecken ausleuchten und für Frauen eine Anlaufstelle im Getümmel schaffen. Es werde einen "Security-Point" in der Innenstadt geben, an den sich Frauen und Mädchen wenden könnten, sagte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Christine Kronenberg, bei der ersten Präsentation eines Sicherheitskonzepts für Karneval. An dem Anlaufpunkt sollen unter anderem Sozialarbeiterinnen und Psychologinnen zur Verfügung stehen.

Die Stadt erklärte den Höhepunkt der fünften Jahreszeit zugleich zur Nagelprobe. "Wir sind uns darüber im Klaren, dass diese Karnevalstage für uns die Bewährungsprobe darstellen, um zu zeigen, dass wir aus den furchtbaren Ereignissen an Silvester die Konsequenzen gezogen haben", sagte Stadtdirektor Guido Kahlen.

360 000 Euro sollen zusätzlich investiert werden

Ein Bestandteil des Konzepts sind mobile Beleuchtungsmasten, um dunkle und gefährliche Ecken aufzuhellen. Nachmittags und abends soll zudem der Rathausplatz abgesperrt werden, um "Tatgelegenheiten" zu vermeiden, wie die Rheinische Post berichtet. Insgesamt sollen nach einem ersten Entwurf rund 360 000 Euro zusätzlich für die Sicherheit an Karneval investiert werden.

Einer der wichtigsten Punkte in dem Plan ist eine stärkere Präsenz der Ordnungsdienste. Für einen zusätzlichen Sicherheitsdienst sind 9000 Euro veranschlagt. Die Kölner Berufsfeuerwehr will ihr Personal auch mit Ehrenamtlichen auf rund 850 aufstocken. Es gehe darum, auch an Orten mit großen Besuchermassen vertreten zu sein und dort Präsenz zu zeigen, "wo möglicherweise auch soziale Kontrolle in dem notwendigen Maß nicht stattfinden kann", sagte Kahlen.