Sexuelle Gewalt in Indien Fünfjährige vergewaltigt und lebensgefährlich verletzt

Erneut erschüttert ein Vergewaltigungsfall Indien: Ein fünfjähriges Mädchen ist in Neu-Delhi brutal missbraucht worden. Ärzte kämpfen um das Leben des Kindes. Jetzt fahndet die Polizei nach einem Nachbarn der Opfer-Familie.

Ein fünfjähriges Mädchen aus Neu-Delhi schwebt nach einem tagelangen Martyrium in Lebensgefahr. Das Kind hatte in der Nähe seines Elternhauses auf der Straße gespielt, als es plötzlich von einem Mann verschleppt wurde, berichtete ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Der Täter soll sich und die Fünfjährige 48 Stunden lang eingeschlossen und das Mädchen brutal missbraucht haben. Anschließend soll er sie zum Sterben zurückgelassen haben. Passanten fanden das verletzte Kind in einer Wohnung in unmittelbarer Nähe dessen Elternhauses, berichtet der Fernsehsender NDTV.

Der Mann, der die Wohnung erst eine Woche zuvor angemietet haben soll, sei verschwunden, berichtet NDTV weiter. Die Polizei fahndet nun nach dem Tatverdächtigen.

Der Zustand des Kindes ist Ärzten zufolge "kritisch". Das Mädchen war am Mittwoch mit Verletzungen im Gesicht, an der Brust und im Genitalbereich auf die Intensivstation eingewiesen worden, wie der Chef des Krankenhauses dem Sender sagte.

Im Dezember hatte die brutale Gruppenvergewaltigung einer indischen Studentin in einem Bus in Neu-Delhi weltweit für Empörung gesorgt. Sie wurde vor den Augen ihres Freundes mit einer Eisenstange gequält und schließlich aus dem fahrenden Bus geworfen. Tage später starb sie an ihren Verletzungen. Die Tat löste eine heftige Debatte in Indien über Misshandlungen von Frauen aus.

Ein anderer Fall löste im März erneut international Diskussionen aus: Eine Schweizer Touristin war in Indien von sechs Männern vergewaltigt worden. Ihr von den Tätern gefesselter Ehemann musste die Tat mit ansehen.